Kei­ne För­de­rung ist auch kei­ne Lö­sung

Meppener Tagespost - - WIRTSCHAFT - Von Ni­na Kall­mei­er n.kall­mei­[email protected]

Eins steht fest: Für die Ener­gie­wen­de in Deutsch­land wird Gas in den kom­men­den Jah­ren ei­ne we­sent­li­che Rol­le spie­len. Es ist CO2- und fein­stau­bär­mer als an­de­re kon­ven­tio­nel­le Ener­gie­trä­ger, und die För­der­men­ge ist zu­ver­läs­sig plan­bar. Vor al­lem zum Hei­zen ist Gas wich­tig, wird aber auch für Strom­er­zeu­gung ge­nutzt.

Die Fra­ge ist: Wo­her wird un­ser Gas künf­tig kom­men?

Und wie wird es pro­du­ziert? Denn wel­chen Preis die Men­schen in För­der­re­gio­nen für die hei­mi­sche Pro­duk­ti­on zah­len, se­hen wir in den Nie­der­lan­den. Die Zahl der Erd­be­ben ist ge­stie­gen, und wer für die Schä­den an Häu­sern auf­kommt, ist frag­lich. Letzt­lich hat der Pro­test der Men­schen vor Ort den Aus­schlag für das Aus der För­de­rung ge­ge­ben. Ein ähn­li­ches Schick­sal könn­te es auch für die deut­sche Erd­gas­pro­duk­ti­on auf mitt­le­re Sicht ge­ben, wenn die Men­schen im We­ser-Ems-Ge­biet auf die Bar­ri­ka­den ge­hen. Die Hälf­te des deut­schen Erd­ga­ses kommt von dort.

Die­ser Pro­test regt sich je­doch nur lang­sam. Noch sind die Aus­wir­kun­gen nicht so gra­vie­rend wie in den Nie­der­lan­den. Al­ler­dings sind auch die För­der­men­gen be­deu­tend nied­ri­ger. Doch die Dis­kus­si­on um die hei­mi­sche För­de­rung hat be­gon­nen.

Sie lenkt ins­ge­samt den Fo­kus auf die Fra­ge: Wel­ches Gas wol­len wir? Ein Mix – auch mit Blick auf die Lie­fer­län­der – wird auf län­ge­re Sicht die Lö­sung sein.

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