Schwei­ne­pa­ra­dies ist nicht ge­wollt

Meppener Tagespost - - VORDERSEIT­E - Von Dirk Fis­ser d.fis­[email protected]

Es wur­de lan­ge ge­nug de­bat­tiert und ge­strit­ten. Jetzt müs­sen Lö­sun­gen in Sa­chen mo­der­ne Tier­hal­tung her – prag­ma­ti­sche und kei­ne Fan­tas­te­rei­en. Denn so viel ist klar: Deutsch­land lässt sich nicht zum Schwei­ne­pa­ra­dies um­bau­en. Das ist ge­sell­schaft­lich nicht ge­wollt, wenn man sich das Kauf­ver­hal­ten der meis­ten Deut­schen an­schaut. Der Preis spielt ei­ne Rol­le, ob das den Kri­ti­kern der Hoch­leis­tungs-Tier­hal­tung nun ge­fällt oder nicht. Selbst beim Weih­nachts­bra­ten schau­en die Deut­schen auf den Preis. Wer ei­nen Um­bau der Tier­hal­tung will, muss das be­rück­sich­ti­gen. Al­les an­de­re ist un­ehr­lich.

Klar ist aber: Es geht bes­ser. Und das muss es auch. Schließ­lich sind der­zeit Me­tho­den wie Kü­ken­tö­ten oder be­täu­bungs­lo­se Fer­kel­kas­tra­ti­on Teil der Pro­duk­ti­on und recht­lich so nicht in Ord­nung. Was tun? Bit­te nicht noch mehr Dis­kus­si­ons­run­den, Gut­ach­ten und so wei­ter! Lö­sungs­vor­schlä­ge lie­gen auf dem Tisch. Die Zeit eilt. Bau­ern müs­sen wis­sen, wie der Stall der Zu­kunft aus­se­hen soll. Sonst ha­ben sie kei­ne Zu­kunft.

Über­le­gun­gen, den Mehr­auf­wand für bes­se­re Tier­hal­tung über ei­ne Son­der­ab­ga­be ein­zu­trei­ben, sind am viel­ver­spre­chends­ten – mö­gen Dis­kus­sio­nen um Len­kungs­ein­grif­fe des Staa­tes in das Le­ben der Bür­ger noch so un­po­pu­lär sein. Der Tier­schutz ist im Grund­ge­setz ver­an­kert. Um­sonst ist er nicht zu ha­ben.

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