Bür­ger­meis­ter will gro­ßen Waf­fen­schein

Meppener Tagespost - - POLITIK -

Der Bür­ger­meis­ter ei­ner Kom­mu­ne im Rhein­land hat zum Schutz vor Rechts­ex­tre­mis­ten ei­nen gro­ßen Waf­fen­schein be­an­tragt. Weil ihm die zu­stän­di­ge Po­li­zei­be­hör­de die Er­laub­nis ver­wei­gert, klagt er nun vor dem Düs­sel­dor­fer Ver­wal­tungs­ge­richt. Der Bür­ger­meis­ter füh­re an, aus dem rech­ten Spek­trum be­droht zu wer­den. Die Ver­hand­lung sei in zwei Wo­chen (21. Ja­nu­ar). Er per­sön­lich hal­te nichts da­von, wenn sich Man­dats­trä­ger be­waff­nen, sag­te NR­WIn­nen­mi­nis­ter Her­bert Reul (CDU). Be­trof­fe­ne könn­ten sich je­der­zeit an die Po­li­zei wen­den. „Im Ge­gen­satz zum In­nen­mi­nis­ter sind die kom­mu­na­len Amts­trä­ger nicht ge­schützt. Mei­ner Mei­nung nach wird man bald kei­ne Bür­ger­meis­ter mehr fin­den, wenn man sie mit die­ser Be­dro­hung al­lein­lässt“, sag­te da­ge­gen Wolf­gang Spis­ke, Rechts­an­walt, der den Bür­ger­meis­ter ver­tritt. Zum Schutz des Klä­gers wur­den we­der des­sen Na­me noch die Kom­mu­ne ge­nannt.

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