Von der Ley­en kri­ti­siert Br­ex­it-Plan

Meppener Tagespost - - POLITIK -

Drei Wo­chen vor dem ge­plan­ten Br­ex­it brin­gen sich die EU und Groß­bri­tan­ni­en für das Rin­gen um die künf­ti­gen Be­zie­hun­gen in Stel­lung. EU­Kom­mis­si­ons­che­fin Ur­su­la von der Ley­en reis­te ges­tern zu Pre­mier­mi­nis­ter Bo­ris John­son nach Lon­don und setz­te drei wich­ti­ge Bot­schaf­ten: Der EUAus­tritt löst kei­ne Pro­ble­me; für en­ge Be­zie­hun­gen muss Lon­don Zu­ge­ständ­nis­se ma­chen; die Zeit zur Klä­rung der künf­ti­gen Part­ner­schaft ist zu kurz. John­son sieht al­le drei Punk­te zu­min­dest of­fi­zi­ell völ­lig an­ders.

Am 31. Ja­nu­ar soll er nach drei­ein­halb Jah­ren Vor­lauf tat­säch­lich über die Büh­ne ge­hen. In ei­ner Über­gangs­pha­se bis En­de des Jah­res bleibt zwar für Bür­ger und Un­ter­neh­men vor­erst al­les beim Al­ten. Doch be­ginnt ein neu­es Ren­nen ge­gen die Zeit. Bin­nen we­ni­ger Mo­na­te soll neu ge­re­gelt wer­den, was un­ter dem Dach der EU selbst­ver­ständ­lich war.

Neu­er Zeit­rah­men?

Geht gar nicht – das war von der Ley­ens viel­leicht wich­tigs­te Bot­schaft in ei­ner Re­de in der Lon­don School of Eco­no­mics. „Wir sind be­reit, Tag und Nacht hart zu ar­bei­ten, um so viel wie mög­lich zu er­le­di­gen in der Zeit, die wir ha­ben“, sag­te die EU-Kom­mis­si­ons­che­fin zwar. Doch sei es „im Grun­de un­mög­lich“, bis En­de des Jah­res al­le The­men zu be­ar­bei­ten. Des­halb wä­re ihr es lie­ber, den Zeit­rah­men vor dem 1. Ju­li ge­mein­sam zu über­prü­fen, for­mu­lier­te sie di­plo­ma­tisch.

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