Fal­sch­aus­sa­ge: Kein Ver­fah­ren ge­gen Ma­gnitz

Meppener Tagespost - - NORDWEST - Von Eck­hard Sten­gel

Der Bre­mer AfDBun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Ex-Lan­des­vor­sit­zen­de Frank Ma­gnitz (67), der vor ei­nem Jahr auf of­fe­ner Stra­ße über­fal­len wur­de, wird nicht we­gen sei­ner of­fen­bar fal­schen Be­haup­tun­gen über den Über­fall be­langt. Das er­gibt sich aus ei­ner Mit­tei­lung des Bre­mer Se­nats. Ma­gnitz war von Un­be­kann­ten an­ge­grif­fen wor­den und zu Bo­den ge­stürzt, wo­bei er ei­ne klaf­fen­de Kopf­wun­de er­litt. Er und die AfD be­haup­te­ten hin­ter­her, ver­mut­lich Links­ex­tre­mis­ten hät­ten mit ei­nem Kant­holz zu­ge­schla­gen und ge­gen sei­nen Kopf ge­tre­ten. Doch ein Über­wa­chungs­vi­deo wi­der­leg­te die­se Darstel­lun­gen.

Vor­täu­schen ei­ner Tat?

In ei­ner An­fra­ge an den rot-grün-ro­ten Se­nat woll­te die Grü­nen-Bür­ger­schafts­frak­ti­on wis­sen, ob die un­wah­ren Be­haup­tun­gen ein straf­ba­res Vor­täu­schen ei­ner Straf­tat dar­stell­ten. In der Se­nats­ant­wort heißt es, die Strafer­mitt­ler hät­ten den Über­fall von vorn­her­ein als ge­fähr­li­che Kör­per­ver­let­zung ein­ge­stuft. Durch ein Kant­holz oder Fuß­trit­te hät­te sich dar­an nichts We­sent­li­ches ge­än­dert. Da­her lie­ge kein Vor­täu­schen vor.

Die Er­mitt­lun­gen wa­ren im Som­mer ein­ge­stellt wor­den, weil sich kein Tä­ter fin­den ließ. Der Über­fall hat­te we­gen sei­ner über­trie­be­nen Darstel­lung zu­nächst wie ein ver­such­tes Tö­tungs­de­likt ge­wirkt und Em­pö­rung bei al­len Par­tei­en aus­ge­löst.

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