Ent­las­tung oder bü­ro­kra­ti­sches Mons­ter?

Meppener Tagespost - - NACHBARSCH­AFT - Von Ca­ro­li­ne Thei­ling c.thei­[email protected]

Die Ide­en des Ge­sund­heits­mi­nis­ters für die Ver­ga­be von Fach­arzt­ter­mi­nen klin­gen zu­nächst gut, doch ob sie wirk­lich den Man­gel be­sei­ti­gen, bleibt frag­wür­dig. Wie vie­le Ter­mi­ne wer­den wirk­lich auf die­se Wei­se ver­ge­ben? Und wenn sie ver­ge­ben sind, wie vie­le neh­men die Pa­ti­en­ten wirk­lich in An­spruch? Ha­ben sie die Mög­lich­keit, in den 30 Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Ort zur pas­sen­den Zeit zu kom­men? Nicht je­der ist un­ein­ge­schränkt mo­bil.

Die Fach­ärz­te müs­sen ei­ne St­un­de pro Tag Ter­mi­ne of­fen­hal­ten für zu­ge­wie­se­ne Pa­ti­en­ten. Wer­den die wirk­lich al­le be­setzt? Geht die nicht ge­nutz­te Zeit mög­li­cher­wei­se zu­las­ten de­rer, die im War­te­zim­mer sit­zen? Was ist mit den Kos­ten, die ent­ste­hen, wenn ein Fach­arzt bei­spiels­wei­se für ei­ne be­stimm­te Be­hand­lung Räu­me im Kran­ken­haus an­mie­ten muss, Ter­mi­ne of­fen­hält, die am En­de aber kei­ner ein­for­dert?

Der Man­gel an Fach­ärz­ten ist ein un­um­strit­te­ner Fakt.

Ob die­ser mit der Um­ver­tei­lung der Ter­mi­ne ab­ge­mil­dert wer­den kann oder ob es sich um ein bü­ro­kra­ti­sches Mons­ter han­delt, wird erst die Zu­kunft zei­gen. Mehr Ef­fekt wür­de si­cher­lich ei­ne Her­ab­set­zung des Nu­me­rus clau­sus und ei­ne Her­auf­set­zung der Kas­sen­sit­ze brin­gen. Kan­di­da­ten hier­für gä­be es si­cher ge­nug.

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