Die Po­li­zei fährt Volks­wa­gen

Ge­schäft für Her­stel­ler fi­nan­zi­ell we­nig at­trak­tiv / Pres­ti­ge zählt

Meppener Tagespost - - WIRTSCHAFT -

Po­li­zei­au­tos in Deutsch­land kom­men meist von Volks­wa­gen oder Mer­ce­des-Benz. Die bei­den Mar­ken do­mi­nie­ren das Bild in ei­ner ak­tu­el­len Um­fra­ge bei den deut­schen Lan­des­po­li­zei­en so­wie der Bun­des­po­li­zei. Auch BMW, Opel oder Ford sind in den Fuhr­parks gut ver­tre­ten. Viel Geld ver­die­nen die Her­stel­ler mit die­sem Ge­schäft aber nicht. Die Um­fra­ge zeigt Volks­wa­gen bei den Strei­fen­wa­gen, Po­li­zei­bus­sen und Zi­vil­fahr­zeu­gen im Be­stand der deut­schen Po­li­zei klar an der Spit­ze.

Elf Lan­des­po­li­zei­en und die Bun­des­po­li­zei lie­fer­ten ver­wert­ba­re Da­ten. Dort kommt VW mit mehr als 8600 Fahr­zeu­gen auf ei­nen An­teil von gut ei­nem Drit­tel. Und auch in vier der fünf feh­len­den Län­dern ge­hö­ren VWs zu den häu­figs­ten ein­ge­setz­ten Mo­del­len. Vor al­lem der Pas­sat und der VWBus sind bei der Po­li­zei be­liebt.

Un­ter an­de­rem liegt VW in Sach­sen, Bran­den­burg, Bre­men, Rhein­land-Pfalz, Ham­burg und bei der Bun­des­po­li­zei im Fahr­zeug­be­stand der Po­li­zei vor­ne. VWs ei­ge­ne Hei­mat Nie­der­sach­sen gibt kei­ne ver­wert­ba­ren Da­ten über die Mar­ken­ver­tei­lung im Be­stand her­aus. Da die drei häu­figs­ten Mo­del­le dort aber Pas­sat, Golf und der VWBus sind, liegt es na­he, dass die Mar­ke auch dort die Num­mer eins ist.

Mer­ce­des ist die Num­mer zwei im Po­li­zei­au­to­be­stand und pro­fi­tiert wie VW da­von, Klein­bus­se im An­ge­bot zu ha­ben. 6600 Fahr­zeu­ge las­sen sich zäh­len.

Loh­nend ist das Ge­schäft mit den Po­li­zei­au­tos für die Her­stel­ler eher nicht. Die meis­ten Lan­des­po­li­zei­en äußern sich zwar nicht zu den ty­pi­schen Ra­batt­hö­hen, doch teil­wei­se ist von bis zu 35 Pro­zent

zu hö­ren. Von Ford heißt es: „Ver­käu­fe an Po­li­zei­en stel­len, un­ter wirt­schaft­li­chen Ge­sichts­punk­ten be­trach­tet, ab­so­lu­te Grenz­ge­schäf­te dar.“Das liegt nicht nur an den Ra­bat­ten: „Um die um­fang­rei­chen An­for­de­run­gen der Po­li­zei­en dar­stel­len zu kön­nen, be­darf es ho­her In­ves­ti­tio­nen in zu­sätz­li­che Fahr­zeug­tech­nik und in ge­gen­über Se­ri­en­fahr­zeu­gen zu­sätz­li­che Test-Sze­na­ri­en“, sagt ein Ford-Spre­cher.

Wich­tig ist das Pres­ti­ge: „Die Po­li­zei ge­nießt all­ge­mein ein ho­hes Ver­trau­en in der Be­völ­ke­rung und hat ein po­si­ti­ves Image. Volks­wa­gen hat da­her grund­sätz­lich In­ter­es­se dar­an, sie mit Fahr­zeu­gen zu be­lie­fern“, heißt es aus Wolfs­burg. Dort stellt man zu­dem ei­nen Trend fest, der dem Ge­samt­markt folgt: „In­zwi­schen ist auch im Po­li­zei­be­reich der Trend zum SUV spür­bar“, sagt ein Spre­cher. „Bei­spiels­wei­se ver­zeich­nen wir zu­neh­men­des In­ter­es­se am Ti­gu­an All­s­pace.“Auch Plug-in-Hy­bri­de und E-Fahr­zeu­ge wür­den stär­ker nach­ge­fragt.

Fo­to: dpa

VW do­mi­niert Po­li­zei­au­tos. den Markt für

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.