Bra­vou­rös ge­meis­tert

Meppener Tagespost - - LOKALES - Von Her­man­nJo­sef Mam­mes j.mam­[email protected]

Hay­tham Ba­bi­ker kann sein Glück noch gar nicht rich­tig fas­sen. Für ihn ist 2020 dank der Hoch­zeit mit sei­ner ge­lieb­ten Ehe­frau jetzt schon das schöns­te Jahr sei­nes Le­bens.

Da­bei hat der jun­ge Su­da­ne­se noch vie­le Plä­ne. Die­se will er ge­mein­sam mit sei­ner Reem in Meppen rea­li­sie­ren. Der 26-Jäh­ri­ge ist zugleich vie­len Men­schen im Ems­land sehr dank­bar da­für, dass sie ihm die­sen Neu­an­fang im Ems­land er­mög­licht ha­ben.

Er ist ei­ner von 29 Su­da­ne­sen, die in Meppen nach der gro­ßen Flücht­lings­wel­le 2015/16 ei­ne neue Hei­mat ge­fun­den ha­ben. Da­bei bleibt trotz al­ler po­si­ti­ven Per­spek­ti­ven ein Wunsch wohl für im­mer un­er­füllt. Es ist die gro­ße Sehn­sucht von Hay­tham, sei­ne Mut­ter und an­de­re An­ge­hö­ri­ge wie­der in die Ar­me schlie­ßen zu kön­nen.

So­wohl der 26-Jäh­ri­ge als auch vie­le sei­ner Lands­leu­te ha­ben sich vor­bild­lich in­te­griert. Da­bei herrsch­te trotz al­ler gro­ßen Will­kom­mens­kul­tur bei ei­ni­gen Ems­län­dern an­fangs gro­ße Skep­sis, wie sich die „Frem­den“im Land­kreis zu­recht­fin­den wür­den. Dies hat nicht nur Hay­tham, son­dern vie­le an­de­re Neu­bür­ger bra­vou­rös ge­meis­tert. Da­bei soll­te je­der ein­mal über­le­gen, ob er dies in ei­nem an­de­ren Land mit ei­ner an­de­ren Kul­tur und Spra­che eben­falls so gut ge­schafft hät­te. In­so­fern ge­bührt den ehe­ma­li­gen Flücht­lin­gen Re­spekt.

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