End­lich SUV – und elek­trisch

Die zwei­te Ge­ne­ra­ti­on des Peu­geot 2008 glänzt bei Kom­fort und An­trieb

Meppener Tagespost - - JOB WELT - Von Frank Wald

Der Peu­geot 2008 zählt seit 2013 zu den ers­ten Mi­ni-SUV und avan­cier­te hin­ter Re­nault Cap­tur und Opel Mok­ka schnell zum klei­nen Bestseller der Fran­zo­sen. Die zwei­te, kom­plett neu ge­stal­te­te und für Ja­nu­ar avi­sier­te Ge­ne­ra­ti­on, ist deut­lich ge­wach­sen, wirkt ei­gen­stän­di­ger und auf den ers­ten Blick schon fast wie ein aus­ge­wach­se­ner SUV.

Den­noch bleibt auch die Neu­auf­la­ge in ers­ter Li­nie ein Stadt-SUV, fehlt doch nach wie vor die Bo­den­frei­heit und ein ech­ter All­rad­an­trieb für die Ab­kür­zung über Stock und St­ein. Da­für streckt er sich nun gleich um 14 Zen­ti­me­ter auf jetzt 4,30 Me­ter und zeigt mit ei­nem wuch­ti­gen Küh­ler­grill und scharf ge­schnit­te­nen Li­ni­en ei­ne deut­lich ro­bus­te­re Sil­hou­et­te. Flan­kiert durch die neue Licht­si­gna­tur der Lö­wen­mar­ke mit Drei-Kral­len-Op­tik für LED-Tag­fahr­lich­ter und Rück­leuch­ten so­wie Leucht­bän­dern in Sä­bel­zahn­ti­gerLook in der Front­schür­ze.

Un­ver­än­dert ge­blie­ben ist da­ge­gen das klei­ne, tief an­ge­setz­te Lenk­rad, mit dem der Wa­gen ge­fühlt bes­ser in der Hand liegt und sich ran­gie­ren lässt. Neu hin­zu­ge­kom­men ist das fu­tu­ris­tisch an­mu­ten­de di­gi­ta­le 3D-Kom­bi­in­stru­ment, das auf An­hieb ein gu­te Über­sicht bie­tet. Da­ne­ben, im et­was zer­klüf­te­ten Ar­ma­tu­ren­trä­ger, thront ein leicht zum Fah­rer ge­neig­ter 10-Zol­lMo­ni­tor, des­sen An­zei­ge­funk­tio­nen selbst­er­klä­rend, wenn auch et­was fum­me­lig zu be­die­nen sind.

Ne­ben der äu­ße­ren SUVVer­wand­lung fol­gen auch die An­trie­be des klei­nen Fran­zo­sen dem Zeit­geist. Ein 1,2-Li­ter-Drei­zy­lin­der-Ben­zi­ner in drei Leis­tungs­stu­fen mit 100 PS, 131 PS und 155 PS be­dient die kon­ven­tio­nel­len Be­dürf­nis­se, der ein­zi­ge 1,5-Li­terDie­sel mit 131 PS et­wai­ge Viel- und Langstre­cken­fah­rer.

Ei­nen gu­ten Ein­druck macht da­bei der mitt­le­re Ben­zi­ner (ab 23 250 Eu­ro) mit flot­tem An­tritt (0-100 km/h in 8,9 Se­kun­den) und trotz 3Zy­lin­der-Ge­knur­re über­ra­schend gu­ter Lauf­kul­tur. Das se­ri­en­mä­ßi­ge 6-Gang-Ge­trie­be über­zeugt durch prä­zi­se Gang­wech­sel. Das Fahr­werk ist mar­ken­ty­pisch auf Kom­fort ge­trimmt und zeigt trotz des hö­he­ren Ka­ros­se­rie­auf­baus in schnel­len Kur­ven nur ge­rin­ge Sei­ten­nei­gung.

Das gilt auch für die Elek­tro­va­ri­an­te e-2008, die durch den cle­ve­ren Ein­bau der 50kWh-Bat­te­rie im Un­ter­bo­den we­der beim Platz­an­ge­bot noch in Sa­chen Kom­fort den Ver­bren­ner-Brü­dern nach­steht. Da­für über­trifft sie die­se deut­lich in Sa­chen Fahr­spaß. Mit elek­tro-ty­pi­scher Be­schleu­ni­gung zoomt das 100 kW (136 PS) star­ke E-Mo­bil sport­wa­ge­n­ähn­lich auf Tem­po, die rund 300 Ki­lo Mehr­ge­wicht sind nicht zu spü­ren.

Da­für schaf­fen sie ei­nen tie­fe­ren Schwer­punkt und da­mit ei­ner aus­ge­zeich­ne­te Stra­ßen­la­ge. Laut WTLP-Zy­klus ist der Li­thi­um-Io­nen­Ak­ku nach 320 Ki­lo­me­tern leer, an ei­ner Schnella­de­säu­le mit 100 Ki­lo­watt aber in ei­ner hal­ben St­un­de zu 80 Pro­zent wie­der ge­füllt.

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