Vor­sicht ge­bo­ten

Meppener Tagespost - - WIRTSCHAFT - Von Ni­na Kall­mei­er n.kall­mei­[email protected]

Wer bei den ex­tre­men Schnäpp­chen aus Fer­n­ost ei­ne ho­he Qua­li­tät er­war­tet, der macht sich selbst et­was vor. Bei die­sen Kampf­prei­sen kann man als Kun­de kaum hoch­wer­ti­ge Ma­te­ria­li­en und fai­re Löh­ne für die Ar­beit­neh­mer er­war­ten. Dass Kun­den sich un­ter die­sen Vor­aus­set­zun­gen über min­der­wer­ti­ge Wa­ren wun­dern, ist schwer nach­zu­voll­zie­hen.

Trotz al­ler Be­schwer­den und ge­sell­schaft­li­cher Kon­sum­kri­tik: Die Apps mit Wa­ren aus Fer­n­ost wer­den im­mer be­lieb­ter. Die Rot­stift­prei­se mit ver­meint­li­chen

Ra­bat­ten von bis zu 90 Pro­zent schei­nen al­so für Kun­den ver­lo­ckend zu blei­ben. Wer sich dar­auf ein­lässt, soll­te sich im Vor­feld je­doch ge­nau über die Ge­schäfts­be­din­gun­gen in­for­mie­ren – sonst zahlt er am En­de drauf. Das fängt beim Zoll an: Ab ei­nem Wert von 22 Eu­ro wer­den Ein­fuhr­um­satz­steu­ern fäl­lig. Je nach Pro­dukt kom­men wei­te­re

Zöl­le und Steu­ern hin­zu. Und: Wäh­rend die Rück­sen­dung zu Ama­zon, Za­lan­do & Co. meist kos­ten­frei ist, muss der Kun­de bei Wish & Co. selbst da­für auf­kom­men. Die Be­stel­lung in Fer­n­ost kann al­so schnell zu ei­nem teu­ren Ver­gnü­gen wer­den.

Den­noch: Wer sich in­for­miert und Ab­stri­che in der Qua­li­tät in Kauf nimmt, kann ein Schnäpp­chen ma­chen. Gera­de bei Tech­nik ist je­doch Vor­sicht ge­bo­ten, um am En­de nicht mit Elek­tro­schrott da­zu­ste­hen.

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