„Gött­li­ches“und ir­di­sche Ab­grün­de

Mu­si­cal „Xa­na­du“ern­tet im Mep­pe­ner Thea­ter Ova­tio­nen

Meppener Tagespost - - LOKALES - Von Gerd Meck­len­borg Mehr Fo­tos auf www.noz.de

MEPPEN Ems­län­di­sche Sän­ger und Schau­spie­ler, die am­bi­tio­niert Mu­sik ma­chen und Thea­ter spie­len wol­len, ha­ben in ei­nem Pro­jekt der Mu­sik­schu­le des Ems­lan­des das Mu­si­cal „Xa­na­du“ein­ge­übt und gran­di­os auf­ge­führt.

Mit tol­len Lie­dern, schwung­vol­len Tanz­ein­la­gen und ei­ner tur­bu­len­ten Hand­lung be­geis­ter­ten sie das Pu­bli­kum im Mep­pe­ner Thea­ter bei der Pre­mie­re am Frei­tag und ei­ner zwei­ten Vor­stel­lung am Sams­tag.

Die Re­gie, nach ei­ner Ori­gi­nal-Ins­ze­nie­rung von Iris Lim­bach, lag in den Hän­den von Ju­lia Felt­haus, und die mu­si­ka­li­sche Lei­tung hat Ja­son Wea­ver über­nom­men. Die in­ten­si­ven Pro­ben und Vor­be­rei­tun­gen in Ko­ope­ra­ti­on mit der Mep­pe­ner Frei­licht­büh­ne ha­ben sich ge­lohnt, denn nach dem Schluss­ak­kord gab es Stan­ding Ova­tions für die tol­len Darstel­ler und Mu­si­ker. Be­geis­tert zeig­ten sich auch Mu­sik­schul­di­rek­tor Mar­tin Nies­wandt und des­sen neu­er Stell­ver­tre­ter Franz Schul­teHu­er­mann.

„Ich war vor­hin noch bei den Darstel­lern, die wa­ren so po­si­tiv auf­ge­regt und neu­gie­rig auf die Re­ak­ti­on des Pu­bli­kums. Das hat mir ge­sagt, da kann gar nix schief­ge­hen“, strahl­te Nies­wandt schon vor der Pre­mie­re. Er soll­te recht be­hal­ten. War ein­fach gran­di­os, das kurz­wei­li­ge Spek­ta­kel mit gött­li­chen In­tri­gen und ir­di­schen Ab­grün­den.

Die männ­li­che Haupt­rol­le des Son­ny Ma­lo­ne spiel­te Jörn Tal­len, die weib­li­che Haupt­rol­le der Ober­mu­se Clio/Ki­ra wur­de von Ja­na Be­ren­telg ver­kör­pert. Bei­de ern­te­ten im­mer wie­der be­geis­ter­ten Sze­nen­ap­plaus. Frank Hil­de­brandt schlüpf­te in die Rol­le von Dan­ny Ma­gui­re, und die in­tri­gan­ten Mu­sen­schwes­tern Mel­po­me­ne und Cal­lio­pe wur­den ober­wit­zig von Kers­tin Rött­gers und Ma­ri­na Bil­lek auf die Mep­pe­ner Büh­ne ge­bracht.

Mu­sen­schwes­tern

Toll auch die Mu­sen­schwes­tern, ge­spielt von De­ni­se Pött­ker, Se­bas­ti­an Nar­ho­fer, Can Te­ckert, Son­ja Kaß­burg, Sti­na Mei­ners, Wieb­ke Bil­lek und Chris­tin Schrö­er. Was na­tür­lich nicht feh­len durf­te und die Auf­füh­rung ganz be­son­ders mach­te, das war ei­ne Live-Band, be­ste­hend aus Ja­son Wea­ver (Key­board), Pa­trik Schüt­te (Gi­tar­re), Michael Bohn (Bass) und Michael Schrant (Schlag­zeug).

Für den pro­fes­sio­nel­len Ton und das pas­sen­de Licht sorg­ten Lars Fitz­ner, Lenn­art Mül­ler, Hol­ger Kaß­burg und Ni­k­las Ber­ent­zen. Die Hand­lung bot Frei­raum für tol­len Ge­sang, hu­mor­vol­le Dia­lo­ge und klas­se Tanz­ein­la­gen, denn die Göt­ter des Olymps stie­gen auf die Er­de her­ab, um ge­wöhn­lich Sterb­li­chen ei­ne gro­ße Show zu er­mög­li­chen.

Mit viel Lie­be zum De­tail wur­den auch die Ko­s­tü­me und die Re­qui­si­ten ge­stal­tet. Na­tür­lich gab es zum Ab­schluss

ein ge­mein­sa­mes Zu­ga­be-Hap­pe­ning von Prot­ago­nis­ten und dem vor Be­geis­te­rung aus­flip­pen­den Au­di­to­ri­um.

Fo­to: Gerd Meck­len­borg

Toll in Sze­ne ge­setzt wur­de „Xa­na­du“in Meppen.

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