Ber­li­ner Staats­oper: Pláci­do Do­m­in­go tritt auf

Meppener Tagespost - - KULTUR -

Der Klas­sik-Welt­star Pláci­do Do­m­in­go (78) soll trotz For­de­run­gen nach Ab­sa­ge sei­ner Auf­trit­te an der Ber­li­ner Staats­oper Un­ter den Lin­den sin­gen. Der Sän­ger wer­de wie ge­plant heu­te und am 21. Ja­nu­ar in Gi­u­sep­pe Ver­dis „Tra­viata“auf­tre­ten, er­klär­te die Staats­oper ges­tern.

Der Ver­ein Pro Quo­te Büh­ne, dem Frau­en am Thea­ter an­ge­hö­ren, hat­te an­ge­sichts der Vor­wür­fe in den USA we­gen se­xu­el­ler Be­läs­ti­gung ein „Auf­tritts­ver­bot“für Do­m­in­go in Berlin ver­langt. Da­zu sag­te Staats­opern-In­ten­dant Mat­thi­as Schulz, sein Haus neh­me je­den Vor­wurf se­xu­el­ler Be­läs­ti­gung ernst. „In die­sem kon­kre­ten Fall hal­ten wir an den Auf­trit­ten von Pláci­do Do­m­in­go, der sich bei uns am Haus im­mer vor­bild­lich ver­hal­ten hat, fest und se­hen kei­ne aus­rei­chen­de Grund­la­ge für ei­ne Vor­ver­ur­tei­lung und da­für, den seit Lan­gem gül­ti­gen Ver­trag zu bre­chen.“

Pro Quo­te er­klär­te, ein Ver­bot müss­te so lan­ge gel­ten, bis die Vor­wür­fe ge­gen Do­m­in­go auf­ge­klärt sei­en. Ar­beit­ge­ber hät­ten ei­ne Schutz­pflicht ge­gen­über ih­rer Be­leg­schaft, hieß es zur Be­grün­dung in ei­nem of­fe­nen Brief des Ver­eins an die Staats­oper, Ber­lins Re­gie­ren­den Bür­ger­meis­ter Micha­el Mül­ler (SPD) und Kul­tur­se­na­tor Klaus Le­de­rer (Lin­ke).

Nach Ge­sprä­chen mit Per­so­nal­ver­tre­tern und Mit­ar­bei­tern sei man zu der „un­ein­ge­schränk­ten Er­kennt­nis“ge­langt, Do­m­in­go auf­tre­ten zu las­sen. Er bie­te dem Ver­ein Pro Quo­te Büh­ne ein bal­di­ges per­sön­li­ches Ge­spräch an, um das wich­ti­ge An­lie­gen in der rich­ti­gen Form zu dis­ku­tie­ren, er­klär­te Schulz.

Foto: dpa

Pláci­do Do­m­in­go

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