500 000 Li­ter Was­ser wer­den hier pro St­un­de ge­rei­nigt

Die Bau­ar­bei­ten am neu­en Was­ser­werk kön­nen star­ten

Meppener Tagespost - - LOKALES - Von Mar­tin Rein­holz

Der Trink- und Ab­was­ser­ver­band (TAV) Bourtan­ger Moor hat beim Neu­bau des Was­ser­werks in Ha­se­lün­ne den ers­ten Spa­ten­stich ge­setzt. Ver­bands­vor­ste­her Mar­kus Hon­nig­fort nann­te den nach sei­nen An­ga­ben zehn Mil­lio­nen Eu­ro teu­ren Neu­bau ei­ne „zu­kunfts­ori­en­tier­te“Maß­nah­me. Die Fer­tig­stel­lung und In­be­trieb­nah­me sei für den Som­mer 2022 ge­plant.

Das neue Werk ent­steht in di­rek­ter Nach­bar­schaft zu dem bis­he­ri­gen Was­ser­werk. Das neue Was­ser­werk er­set­ze das bis­he­ri­ge, 1974 er­bau­te Werk an der Läh­de­ner Stra­ße in Ha­se­lün­ne, er­läu­ter­te Hon­nig­fort. Das al­te Was­ser­werk wei­se ei­nen „er­heb­li­chen Sa­nie­rungs­be­darf “auf, und die Was­ser­auf­be­rei­tungs­leis­tung von 250 Ku­bik­me­ter pro St­un­de rei­che für die heu­ti­gen Be­dürf­nis­se „bei Wei­tem“nicht mehr aus.

Hand­lungs­druck

Die lan­gen Dür­re­pe­ri­oden der letz­ten Jah­re und die ak­tu­el­le Co­ro­na-Si­tua­ti­on hät­ten den Hand­lungs­druck zu­sätz­lich er­höht, räum­te der Ver­bands­vor­ste­her ein. Zu­dem sei die Re­gi­on rund um die Stadt Ha­se­lün­ne und die Samt­ge­mein­de Herz­la­ke ein „dy­na­misch wach­sen­der“Teil des Ems­lan­des. „ Al­lein in den letz­ten Jah­ren stieg hier der Was­ser­ver­brauch um et­wa 40 Pro­zent.“

Mit der neu­en An­la­ge könn­ten zu­künf­tig bis zu 500 Ku­bik­me­ter Was­ser pro St­un­de auf­be­rei­tet wer­den. Der Neu­bau sei „zu­kunfts­ori­en­tiert

und er­wei­te­rungs­fä­hig“für in Zu­kunft mög­li­che an­ste­hen­de Maß­nah­men. Das neue Was­ser­werk sei so kon­zi­piert, dass zu­künf­tig ei­ne Er­wei­te­rung mög­lich ist, wenn die Men­gen wei­ter stei­gen oder zu­sätz­li­che Auf­be­rei­tungs­stu­fen er­for­der­lich wer­den soll­ten. „Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit wird da­mit lang­fris­tig si­cher­ge­stellt. Zu­dem kann der Ver­band fle­xi­bel auf zu­künf­ti­ge Ent­wick­lun­gen re­agie­ren und wird auch für län­ge­re Spit­zen­last­fäl­le gut ge­rüs­tet sein“, mein­te Hon­nig­fort.

Die Pla­nun­gen für den Neu­bau, des­sen Ge­wer­ke eu­ro­pa­weit aus­ge­schrie­ben wur­den, be­gan­nen 2018. Schon da­mals sei als Bau­be­ginn der Ju­ni 2020 an­vi­siert wor­den. Die bau­li­chen Maß­nah­men sol­len im kom­men­den Jahr ab­ge­schlos­sen wer­den, so­dass ab dem Som­mer 2022 die In­be­trieb­nah­me des neu­en Werks er­fol­gen kön­ne. Das al­te Was­ser­werk wer­de dann ab­ge­ris­sen. Der Be­darf an Trink­was­ser stei­ge ste­tig, er­klär­te Ver­bands­vor­ste­her Hon­nig­fort. Ak­tu­ell ver­sor­ge der TAV jähr­lich mehr als 31 000 Haus­hal­te, Ge­wer­be-, In­dus­trie- und land­wirt­schaft­li­che Be­trie­be mit rund 7,1 Mil­lio­nen Ku­bik­me­tern Trink­was­ser. Je­des Jahr kä­men et­wa 340 neue Haus­halts­an­schlüs­se hin­zu.

Ha­se­lün­nes Bür­ger­meis­ter Wer­ner Schrä­er drück­te die Freu­de der Stadt aus, dass „das Was­ser­werk durch die Bau­maß­nah­me in die Zu­kunft ge­tra­gen“wer­de. Im Na­men der Stadt dank­te er dem TAV für die „In­ves­ti­ti­on in die Zu­kunft“.

Fo­to: Mar­tin Rein­holz

Den ers­ten Spa­ten­stich für den zehn Mil­lio­nen Eu­ro teu­ren Neu­bau setz­ten: Oli­ver Ren­ner (von links, Be­ton- und Mo­nier­bau Gm­bH, Nord­horn), Flo­ri­an Franz (Con­su­lAqua, Ham­burg), Marg­ret Brin­ker (TAV Pro­jekt­lei­tung), Mar­kus Hon­nig­fort, Sieg­bert Nie­mann (Elec­tro Nie­mann Gm­bH, Nie­der­lan­gen), Wer­ner Schrä­er, Det­lev Ein­haus (Ein­haus An­la­gen­ser­vice Gm­bH, Gee­steDalum) und Kai Blech (WBH Wa­ter Gm­bH, Hil­le­s­heim).

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