Die Fa­mi­lie hat jetzt Vor­rang

Bun­des­trai­ner Lam­bertz tritt zu­rück

Mindelheimer Zeitung - - Sport -

Kassel Trä­nen sind we­gen der deut­schen Schwim­mer im Hau­se des Chef­bun­des­trai­ners ge­nug ge­flos­sen. Nach sechs Jah­ren hört Hen­ning Lam­bertz über­ra­schend zum Jah­res­en­de auf, Fa­mi­lie statt Leis­tungs­sport in vor­ders­ter Rei­he lau­tet die Ent­schei­dung des 48-Jäh­ri­gen. „Ein für­sorg­li­cher Fa­mi­li­en­va­ter und gu­ter Chef­trai­ner zu sein, ist kaum mög­lich“, sag­te Lam­bertz. „Ich ha­be zwei klei­ne Töch­ter zu­hau­se, bin aber über die Hälf­te des Jah­res nicht bei ih­nen. So soll­te es nicht sein und so möch­te ich nicht wei­ter­ma­chen. Es sind ge­nug Trä­nen in den letz­ten Jah­ren ge­flos­sen, jetzt müs­sen Zei­ten der Freu­de und des fa­mi­liä­ren Glü­ckes de­ren Platz ein­neh­men.“

Dass sich Lam­bertz mehr um Li­ne (7 Jah­re) und Ru­bi (1) küm­mern möch­te, bringt dem Deut­schen Schwimm-Ver­band das nächs­te Di­lem­ma. Der Ver­band muss nicht nur ei­nen Nach­fol­ger für die vor knapp zwei Wo­chen zu­rück­ge­tre­te­ne Prä­si­den­tin Ga­bi Dör­ries su­chen, son­dern auch die Be­treu­ung der Na­tio­nal­mann­schaft neu auf­stel­len.

Die WM im Som­mer in Gwang­ju in Süd­ko­rea naht, bei Olym­pia 2020 in To­kio muss der DSV nach zwei olym­pi­schen Null­num­mern wie­der lie­fern. Die Auf­ga­ben sol­len auf meh­re­re Schul­tern ver­teilt wer­den. Die Nach­fol­ger müs­sen die weit fort­ge­schrit­te­nen Vor­be­rei­tun­gen nun fort­füh­ren.

Hen­ning Lam­bertz

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