Was man be­ach­ten soll­te, da­mit der Jah­res­wech­sel ein Knal­ler wird

Sil­ves­ter­feu­er­werk Die Stadt­ver­wal­tung Bad Wö­ris­ho­fen bit­tet dar­um, Ra­ke­ten­res­te selbst wie­der weg­zu­räu­men. Auch die Po­li­zei hofft auf ei­nen Jah­res­wech­sel oh­ne Ver­let­zun­gen und Är­ger und gibt da­zu ei­ni­ge wich­ti­ge Tipps

Mindelheimer Zeitung - - Mindelheim - (mz)

Bad Wö­ris­ho­fen Heu­te Abend wer­den auch in Bad Wö­ris­ho­fen zahl­rei­che Feu­er­werks­ra­ke­ten das neue Jahr be­grü­ßen. Jan Mad­sack vom Ord­nungs­amt der Stadt­ver­wal­tung ap­pel­liert da­her im Vor­feld des Jah­res­wech­sels an al­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die Über­res­te des Sil­ves­ter­feu­er­werks selbst zu be­sei­ti­gen. Die ab­ge­brann­ten Ra­ke­ten­tei­le so­wie die Res­te der Kra­cher soll­ten nicht auf den Stra­ßen und Plät­zen ver­streut lie­gen blei­ben, son­dern spä­tes­tens am Neu­jahrs­tag ein­ge­sam­melt und über den Rest­müll ent­sorgt wer­den.

Wei­ter möch­te die Ver­wal­tung dar­an er­in­nern, dass das Ab­bren­nen von Feu­er­werks­kör­pern in un­mit­tel­ba­rer Nä­he von Kir­chen, Kran­ken­häu­sern und Al­ters­hei­men grund­sätz­lich ver­bo­ten ist.

Auch die Po­li­zei wünscht sich, dass der Über­gang ins neue Jahr un­fall­frei und oh­ne är­ger­li­che Zwi­schen­fäl­le statt­fin­det. Dies sei schon mög­lich, wenn ei­ni­ge we­ni­ge, aber wich­ti­ge Hin­wei­se im Um­gang mit Böl­lern und Ra­ke­ten be­ach­tet wer­den, so ein Po­li­zei­spre­cher. un­sach­ge­mä­ßen Um­gang mit Feu­er­werks­kör­pern kom­me es im­mer wie­der zu Un­fäl­len mit ho­hen Sach­schä­den aber auch mit teils schwer­wie­gen­den Ver­let­zun­gen von Per­so­nen.

Es pas­sie­ren je­des Jahr teils schwe­re Zwi­schen­fäl­le mit il­le­ga­len oder selbst ge­bas­tel­ten Feu­er­werks­kör­pern. Bei Ver­stö­ßen sind Buß­gel­der von bis zu 50 000 Eu­ro so­wie Frei­heits­stra­fen mög­lich. Die Stra­fen sind ent­spre­chend hoch an­ge­setzt, um die Ver­let­zungs­ge­fahr durch Feu­er­werk und ex­plo­si­ons­ge­fähr­li­che Stof­fe zu ver­deut­li­chen und den ver­ant­wor­tungs­lo­sen Um­gang mit Feu­er- werks­ra­ke­ten und Böl­lern mög­lichst ein­zu­däm­men.

Die Po­li­zei lis­tet da­her die wich­tigs­ten Be­stim­mun­gen in die­sem Zu­sam­men­hang auf:

● Klein­feu­er­wer­ke (das sind py­ro­tech­ni­sche Ge­gen­stän­de der Klas­se P II bzw. F 2), wie zum Bei­spiel Ra­ke­ten, Böl­ler, Luftheu­ler und Fon­tä­nen, dür­fen nur an Er­wach­se­ne ver­kauft und nur von die­sen ab­ge­brannt wer­den. Wer noch kei­ne 18 Jah­re alt ist, muss sich auf das so­ge­nann­te Kleinst­feu­er­werk be­schrän­ken (die­se sind ge­kenn­zeich­net mit P I bzw. F 1 und emp­foh­len ab zwölf Jah­ren).

● Vor al­lem beim Um­gang mit il­le­ga­ler Py­ro­tech­nik kommt es im­mer wie­der zu ge­sund­heit­li­chen Schä­den. Doch auch der leicht­sin­ni­ge und oft un­sach­ge­mä­ße Um­gang mit Feu­er­werks­ar­ti­keln all­ge­mein führt lei­der im­mer wie­der zu er­heb­li­chen Sach- und Per­so­nen­schä­den. Per­so­nen wer­den meis­tens im Ge­sicht und dort vor al­lem an den Au­gen, aber auch an Hän­den und Un­ter­ar­men ver­letzt.

In vie­len Fäl­len füh­ren die­se oft schwe­ren Ver­let­zun­gen zu le­bens­lan­gen ge­sund­heit­li­chen Be­ein­träch­ti­gun­gen. Des­halb muss je­de Py­ro­tech­nik ge­prüft sein. Dies er­kennt man an der Re­gis­trier­num­mer und dem CE-Zei­chen in VerBeim bin­dung mit ei­ner Kenn­num­mer der zu­ge­las­se­nen Prüf­stel­le (0589 steht da­bei bei­spiels­wei­se für deut­sche Bun­des­an­stalt für Ma­te­ri­al­for­schung - „BAM“. Feh­len die Kenn­zei­chen, han­delt es sich um il­le­ga­le Py­ro­tech­nik, der Um­gang da­mit ist straf­bar. Be­nut­zen Sie des­halb nur ge­prüf­te und zu­ge­las­se­ne Feu­er­werks­kör­per.

● Klein­feu­er­wer­ke dür­fen nur am 31. De­zem­ber und am 1. Ja­nu­ar ab­ge­brannt wer­den. Kau­fen kann man sie die­ses Jahr im Zei­t­raum von Frei­tag, 28.12.2018 bis 31.12.2018. ● Das Ab­bren­nen in ge­schlos­se­nen Räu­men so­wie in un­mit­tel­ba­rer Nä­he von Kir­chen, Kran­ken­häu­sern, Kin­de­r­und Al­ters­hei­men so­wie Fach­werk­häu­sern ist ver­bo­ten. Man­che Ge­mein­den wie Bad Wö­ris­ho­fen ha­ben zu­sätz­lich ei­ne Be­schrän­kung auf wei­te­re Ört­lich­kei­ten.

● Hal­ten Sie sich strikt an die Ge­brauchs­an­wei­sung.

● Zün­den Sie Feu­er­werks­kör­per nur im Frei­en und mit ge­nü­gend Ab­stand zu Men­schen, Tie­ren und leicht ent­zünd­li­chen Ma­te­ria­li­en.

● He­ben Sie nie­mals Blind­gän­ger

auf oder ent­zün­den die­se er­neut.

● Las­sen Sie ih­re Fens­ter und Tü­ren

in der Sil­ves­ter­nacht mög­lichst ge­schlos­sen, da­mit bren­nen­de Qu­er­schlä­ger kei­nen Brand im In­ne­ren ver­ur­sa­chen kön­nen. ● Das Füh­ren ei­ner Schreck­schus­sund Si­gnal­waf­fe (Kenn­zeich­nung: PTB) in der Öf­fent­lich­keit ist grund­sätz­lich ver­bo­ten. So­fern dies In­ha­bern des „Klei­nen Waf­fen­scheins“aus­nahms­wei­se er­laubt ist, ist den­noch das öf­fent­li­che Schie­ßen da­mit ver­bo­ten.

● Auf be­frie­de­ten Grund­stü­cken ist es aus­schließ­lich in der Sil­ves­ter­nacht er­laubt, wenn das Grund­stück ent­spre­chend ge­si­chert ist, der Haus­rechts­in­ha­ber aus­drück­lich zu­stimmt und nur zu­ge­las­se­ne Pa­tro­nen ver­wen­det wer­den. Es muss si­cher­ge­stellt sein, dass die Ge­schos­se das Grund­stück nicht ver­las­sen kön­nen (dem­nach auf aus­rei­chend gro­ßem Grund­stück nur nach oben). Das Ab­schie­ßen vom Bal­kon ei­nes Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses ist nicht ge­stat­tet.

● We­gen der gro­ßen Brand­ge­fahr sind in Bay­ern so­ge­nann­te Him­mels­la­ter­nen (un­be­mann­te Bal­lo­ne, bei de­nen die Luft durch Brenn­stof­fe er­wärmt wird) ver­bo­ten.

● Wenn Sie Al­ko­hol kon­su­mie­ren, tun Sie dies in Ma­ßen. Über­mä­ßi­ger Al­ko­hol­kon­sum er­höht die Ri­si­ko­be­reit­schaft und da­mit auch die Un­fall­ge­fahr.

● Im Not­fall oder im Brand­fall scheu­en Sie sich nicht, die No­t­ruf­num­mer 112 oder 110 zu wäh­len, rät die Po­li­zei.

Fo­to: arc

Wer mit Böl­lern und Ra­ke­ten das neue Jahr be­grüßt, soll­te da­bei ei­ni­ge Si­cher­heits­re­geln be­ach­ten.

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