IS-Kämp­fer sol­len Staats­bür­ger­schaft ver­lie­ren

Mindelheimer Zeitung - - Politik -

Deut­sche sol­len künf­tig ih­re Staats­bür­ger­schaft ver­lie­ren, wenn sie für ei­ne Ter­ror­mi­liz wie den Is­la­mi­schen Staat (IS) kämp­fen. Vor­aus­set­zung für den Pas­sent­zug ist aber, dass der Be­trof­fe­ne noch min­des­tens ei­ne wei­te­re Staats­bür­ger­schaft be­sitzt. Denn Deutsch­land ent­lässt nie­man­den in die Staa­ten­lo­sig­keit. Ei­nen ent­spre­chen­den Ge­setz­ent­wurf ver­ab­schie­de­te das Bun­des­ka­bi­nett am Mitt­woch. Das neue Ge­setz wird zu­dem nicht rück­wir­kend gel­tend. Das heißt, für mut­maß­li­che IS-An­ge­hö­ri­ge, die jetzt schon in Sy­ri­en oder im Irak in Ge­fan­gen­schaft sind, än­dert sich da­durch nichts. Groß­bri­tan­ni­en und Aus­tra­li­en hat­ten sol­che Ge­set­zes­än­de­run­gen schon vor län­ge­rer Zeit be­schlos­sen – und auch schon zur An­wen­dung ge­bracht.

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