„Ent­eig­nen schafft kei­ne Woh­nun­gen“

Mie­ten Bau­mi­nis­ter Reich­hart rügt Grü­nen-Vor­stoß. Kri­tik auch von SPD

Mindelheimer Zeitung - - Erste Seite - VON HOL­GER SABINSKY-WOLF

Augs­burg Die Über­le­gun­gen zur Ent­eig­nung von Im­mo­bi­li­en­be­sit­zern sto­ßen auf brei­ten Wi­der­stand. Bay­erns Bau­mi­nis­ter Hans Reich­hart (CSU) sag­te un­se­rer Re­dak­ti­on: „Das ist ein Griff in die Mot­ten­kis­te – ver­staub­te Ide­en, die sich schon in der Ver­gan­gen­heit nicht be­währt ha­ben.“Durch Ent­eig­nun­gen wer­de kei­ne ein­zi­ge Woh­nung zu­sätz­lich ge­schaf­fen. Viel­mehr müs­se der Staat die Ent­eig­ne­ten ent­schä­di­gen, da­durch feh­le wie­der Geld für die Wohn­raum­för­de­rung. Am En­de stün­de we­ni­ger so­zia­ler Wohn­raum. „Das ist to­tal kon­tra­pro­duk­tiv“, be­ton­te Reich­hart.

Ein Ber­li­ner Volks­be­geh­ren for­dert, gro­ße Im­mo­bi­li­en­kon­zer­ne zu ent­eig­nen. Grü­nen-Chef Ro­bert Ha­beck hat­te er­klärt, er hal­te Ent­eig­nun­gen als „letz­tes Mit­tel“für denk­bar. Bau­mi­nis­ter Reich­hart sagt da­ge­gen: „Das Ziel muss sein, mög­lichst viel An­ge­bot auf dem Woh­nungs­markt zu schaf­fen.“Reich­hart plä­diert da­für, die De­bat­te nun mög­lichst rasch zu be­en­den. „Po­li­tik muss ein ver­läss­li­cher Part­ner für al­le sein – für die Mie­ter und die Ei­gen­tü­mer.“Auch die SPD ist ge­gen Ent­eig­nun­gen. „Das ist aus un­se­rer Sicht ei­ne Schein­lö­sung“, sag­te Par­tei­che­fin Andrea Nah­les. Statt­des­sen for­dert die SPD ei­nen Mie­ten­de­ckel.

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