Air­bus-Chef muss han­deln

Mindelheimer Zeitung - - Wirtschaft - VON STE­FAN STAHL [email protected]­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Die In­dus­trie-Stadt Augs­burg steht vor dem nächs­ten Na­cken­schlag. Nun könn­te auch ein mas­si­ver Job-Ab­bau beim Luft­fahrt­zu­lie­fe­rer Premium Ae­ro­tec an­ste­hen. Das weckt bö­se Er­in­ne­run­gen. Denn schon ein­mal wur­de die Zahl der Mit­ar­bei­ter an dem Stand­ort von 2300 auf et­wa 1300 ver­rin­gert. Da­mals in den 90erJah­ren ge­hör­te das Werk noch zum Luft­fahrt-Un­ter­neh­men Da­sa. Ein Sa­nie­rungs­pro­gramm na­mens „Do­lo­res“füg­te auch der Fa­b­rik Schmer­zen zu, ehe es dann lan­ge bis auf 4000 Mit­ar­bei­ter berg­auf ging.

Das Er­reich­te darf nun nicht zer­stört wer­den. Die Augs­bur­ger spie­len in­ter­na­tio­nal vor­ne mit, wenn es um den Ein­satz leich­ter und den­noch stei­fer Fa­ser­ver­bun­dWerk­stof­fe für gro­ße Flug­zeug­tei­le geht. Die Mit­ar­bei­ter ha­ben sich au­ßer­or­dent­li­che Fer­tig­kei­ten im Um­gang mit dem „schwar­zen Gold“er­ar­bei­tet. Was der Be­trieb jetzt braucht, ist ein In­ves­ti­ti­ons­pro­gramm und zu­sätz­li­che Auf­trä­ge von Air­bus. Das ist nicht zu viel ver­langt. Die Nach­fra­ge nach den Flie­gern ist enorm. Der neue fran­zö­si­sche Kon­zern-Chef Fau­ry, ein Ken­ner Deutsch­lands, muss Ar­beits­plät­ze in Augs­burg ret­ten.

Sonst büßt Air­bus ins­ge­samt Kom­pe­tenz ein. Fau­rys Di­enst­an­tritt darf nicht mit ei­nem baye­ri­schen Sün­den­fall be­gin­nen.

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