Scholz hat sich bla­miert

Mindelheimer Zeitung - - Erste Seite - VON MICHA­EL KERLER [email protected]­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Die ge­schei­ter­ten Fu­si­ons­ge­sprä­che zwi­schen Deut­scher Bank und Com­merz­bank sind auch ei­ne Bla­ma­ge für SPD-Fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz. Zu­sam­men mit sei­nem Staats­se­kre­tär Jörg Ku­kies hat­te er stets be­tont, wie wich­tig ihm ein star­ker Ban­ken­sek­tor mit ei­nem „na­tio­na­len Cham­pi­on“ist. Dies passt zur In­dus­trie­stra­te­gie von CDU-Wirt­schafts­mi­nis­ter Pe­ter Alt­mai­er, der sich Cham­pi­ons auch in der In­dus­trie wünscht. Hin­ter den Ku­lis­sen trie­ben Scholz und Ku­kies die Son­die­rung vor­an. Doch zum Start der Ge­sprä­che roll­te Kri­tik wie ein Tsu­na­mi über Po­li­tik und Ban­ken hin­weg. Zehn­tau­sen­de Jobs schie­nen be­droht. Plötz­lich stand Scholz nicht mehr rich­tig zu sei­nem Plan. Er konn­te auch nicht über­zeu­gend er­klä­ren, wo sich die bei­den schwä­cheln­den Ban­ken gut er­gän­zen wür­den. Das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sas­ter war per­fekt. Dass die Fu­si­ons­ge­sprä­che zwi­schen Deut­scher Bank und Com­merz­bank be­en­det wur­den, ist da­ge­gen rich­tig. Zwei an­ge­schla­ge­ne In­sti­tu­te ge­ben zu­sam­men kein ge­sun­des. Bei­de Ban­ken wer­den sich nach bes­se­ren Lö­sun­gen um­se­hen. Die Po­li­tik brau­chen sie da­zu nicht.

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