Was bringt Googles Ent­wick­ler­kon­fe­renz?

Der Kon­zern prä­sen­tiert bald sei­ne neu­en Er­fin­dun­gen. Schon jetzt ist et­was be­kannt

Mindelheimer Zeitung - - Politik | Wirtschaft -

Moun­tain View Bei der Ent­wick­ler­kon­fe­renz Goog­le I/O gibt es tra­di­tio­nell De­tails zur nächs­ten Ver­si­on des Smart­pho­ne-Sys­tems An­dro­id. Die­ses Jahr dürf­te kei­ne Aus­nah­me sein – und ver­mut­lich de­mons­triert der In­ter­net-Kon­zern auch sei­ne Fort­schrit­te bei der For­schung an künst­li­cher In­tel­li­genz. Ein Über­blick über die Er­war­tun­gen:

● An­dro­id Ei­ni­ge Funk­tio­nen der nächs­ten Ver­si­on des Mo­bil-Sys­tems sind be­reits be­kannt. So gibt es mehr Ein­stel­lun­gen zur Pri­vat­sphä­re. Et­wa die Op­ti­on, dass Apps nur den Stand­ort ei­nes Nut­zers er­fas­sen kön­nen, wenn sie ak­tiv sind. Au­ßer­dem soll An­dro­id Q ei­ni­ge Ver­bes­se­run­gen bei der Be­die­nung wie ein neu­es Me­nü zum Tei­len von In­for­ma­tio­nen ent­hal­ten. Die Tra­di­ti­on, An­dro­id-Ver­sio­nen in al­pha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge Na­men von Süß­spei­sen zu ge­ben, dürf­te Goog­le beim Buch­sta­ben „Q“un­ter­des­sen vor ei­ne Her­aus­for­de­rung stel­len.

● Künst­li­che In­tel­li­genz Vor ei­nem Jahr sorg­te Goog­le mit der Soft­ware Du­plex, die beim Spre­chen von ei­nem Men­schen nicht zu un­ter­schei­den ist, für Auf­se­hen. Der Kon­zern muss­te sich ei­ner De­bat­te stel­len, ob spre­chen­de Ma­schi­nen sich als Soft­ware-Ro­bo­ter zu er­ken­nen ge­ben müs­sen. Bis­her wur­de Du­plex nur als Teil des Goog­le As­sis­tant in den USA ein­ge­setzt, um per An­ruf Ti­sche in Re­stau­rants und Ter­mi­ne beim Fri­seur bu­chen zu las­sen. Was hat die Soft­ware in­zwi­schen Neu­es ge­lernt? Die Stär­ke bei künst­li­cher In­tel­li­genz dürf­te Goog­le auch bei an­de­ren As­sis­tant-Funk­tio­nen und wie üb­lich bei sei­ner Fo­to-App de­mons­trie­ren.

● Hard­ware Tra­di­tio­nell steht Soft­ware im Mit­tel­punkt der Goog­le I/O, aber di­ver­se Leaks deu­ten dar­auf hin, dass es dies­mal auch Ge­rä­te ge­ben könn­te. So tau­chen in den ver­gan­ge­nen Wo­chen on­li­ne im­mer mehr De­tails zu ei­nem Smart­pho­ne mit dem Na­men Pi­xel 3a auf, das ei­ne güns­ti­ge­re Ver­si­on des ak­tu­el­len Goog­le-Te­le­fons wer­den dürf­te. Es gab im Netz auch ver­mut­lich zu früh ver­öf­fent­lich­te Hin­wei­se auf ei­nen neu­en ver­netz­ten Laut­spre­cher mit Dis­play mit dem Na­men Nest Hub Max.

● Da­ten­schutz Der­zeit ist es bei den gro­ßen Kon­zer­nen im ka­li­for­ni­schen Si­li­con Val­ley an­ge­sagt, sich als Hü­ter der Pri­vat­sphä­re dar­zu­stel­len. Die Tech-Gi­gan­ten lo­ben so­gar stän­dig die EU-Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO). Vor­rei­ter beim The­ma Da­ten­schutz ist App­le. Kein Wun­der, denn der iPho­ne-Kon­zern ist nicht auf Wer­bung an­ge­wie­sen. Zu­letzt hat­te sich aber auch Face­book-Grün­der Mark Zu­cker­berg als Hü­ter der pri­va­ten Da­ten prä­sen­tiert. Goog­le wird die­ses The­ma nicht al­lei­ne der Kon­kur­renz über­las­sen. (dpa)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.