Wie zwei Schwes­tern aus Fried­berg Mi­kro­plas­tik be­kämp­fen

Ach so! Leonie, 15, und Zoë, 12, woll­ten sich nicht da­mit ab­fin­den, dass in den meis­ten Haus­hal­ten täg­lich win­zi­ge Plas­tik­teil­chen ins Was­ser ge­lan­gen. Al­so fin­gen sie an zu tüf­teln

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Plas­tik, Plas­tik, Plas­tik – über­all im All­tag be­geg­net uns die­ses Ma­te­ri­al. Plas­tik wird auch Kunst­stoff ge­nannt, weil es vom Men­schen künst­lich er­zeugt wird. Kunst­stoff kann ganz ver­schie­den aus­se­hen. Manch­mal ist er ein­fach zu er­ken­nen – bei Ver­pa­ckun­gen zum Bei­spiel. Aber häu­fig ist Plas­tik auf den ers­ten Blick un­sicht­bar. Es steckt auch in man­chen Klei­dungs­stof­fen oder auch als win­zi­ge Teil­chen in vie­len Sham­poos und Pee­lings. Und hier geht das Pro­blem los, mit dem sich die Schwes­tern Leonie, 15, und Zoë, 12, aus Fried­berg be­fasst ha­ben.

Da wa­ren so­gar ei­ni­ge Er­wach­se­ne be­ein­druckt

Es ist näm­lich so: Wer­den die­se „Plas­tik“-Kla­mot­ten ge­wa­schen oder die Kos­me­tik­ar­ti­kel be­nutzt, ge­lan­gen win­zi­ge Plas­tik­teil­chen ins Ab­was­ser. Die­se Teil­chen wer­den auch Mi­kro­plas­tik ge­nannt. Über das Ab­was­ser ge­langt das Mi­kro­plas­tik spä­ter auch in Se­en, Flüs­se, Mee­re, auf Wie­sen und Fel­der. Dort wird es wie­der von Le­be­we­sen auf­ge­nom­men. Das hat Fol­gen. For­scher ha­ben die win­zi­gen Kunst­stoff­teil­chen schon in un­se­ren Le­bens­mit­teln nach­ge­wie­sen, bei­spiels­wei­se in Fisch und Milch. Wie schäd­lich Mi­kro­plas­tik für un­se­re Ge­sund­heit ist, wis­sen die Wis­sen­schaft­ler noch nicht si­cher. Aber vie­le sind jetzt schon be­sorgt. Auch Leonie und Zoë macht das Mi­kro­plas­tik Sor­gen. Da­her ent­schie­den die bei­den, et­was da­ge­gen zu tun. Leonie ent­wi­ckel­te ei­nen Ab­was­ser­fil­ter für die Wasch­ma­schi­ne. Da­zu bau­te sie ein Ab­was­ser­rohr aus dem Bau­markt um. Zoë kon­stru­ier­te mit­hil­fe ei­nes „3D-Dru­ckers“ei­nen Mi­kro­plas­tik­fil­ter für das Wasch­be­cken. Die bei­den Schwes­tern fil­ter­ten im­mer wie­der das Ab­was­ser, mi­kro­sko­pier­ten den Fil­ter­satz und sa­hen, dass ih­re Er­fin­dun­gen funk­tio­nier­ten.

Von den Er­fin­dun­gen der bei­den Schwes­tern aus Fried­berg wa­ren üb­ri­gens auch die Ju­rys der Wett­be­wer­be von „Ju­gend forscht“und „Schü­ler ex­pe­ri­men­tie­ren“be­ein­druckt. Dort ge­wan­nen Leonie und Zoë be­reits Prei­se. (jes, lea) ⓘ

In­fo Mehr über Leonie und Zoë und ih­ren Kampf ge­gen das Mi­kro­plas­tik er­fährst du im neu­en Ca­pi­to-Ma­ga­zin, das ab heu­te er­hält­lich ist. Da­rin lernst du auch ei­nen Fern­seh-Star aus dem Ca­pi­to­land ken­nen und zwei Jun­gen, die mit Blech Mu­sik ma­chen. Ach ja, und bei der Be­rufs­feu­er­wehr in Augs­burg wa­ren wir auch. Hier be­kommst du das neue Ca­pi­to-Ma­ga­zin: www.ca­pi­to-ma­ga­zin.de.

Foto: Jes­si­ca Stie­gel­may­er

„Stop Mi­cro Was­te“steht auf den T-Shirts von Leonie (links) und Zoë aus Fried­berg. „Stop Mi­kro­plas­tik“heißt das über­setzt. Die bei­den Schwes­tern tra­gen aber nicht nur T-Shirts mit der wich­ti­gen Bot­schaft, sie tun auch ak­tiv et­was da­ge­gen, dass we­ni­ger Plas­tik­teil­chen im Was­ser lan­den. Sie ha­ben die­se bei­den Ap­pa­ra­tu­ren ent­wi­ckelt.

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