Ist das ver­trau­ens­vol­le Zu­sam­men­ar­beit?

Mindelheimer Zeitung - - Bad Wörishofer Rundschau -

Zum Ar­ti­kel „Geld vom Frei­staat: Fluch oder Se­gen“:

„Bgm Grusch­ka und MdL Pohl ge­ben ei­ne Pres­se­kon­fe­renz. In­halt: Bad Wö­ris­ho­fen könn­te über ei­nen An­trag auf Sta­bi­li­sie­rungs­hil­fen Zu­wen­dun­gen in er­heb­li­chem Um­fang vom Frei­staat be­kom­men. Dem An­trag müs­se aber der Stadt­rat zu­stim­men. Der Stadt­rat wur­de je­doch vor­ab we­der in­for­miert, ge­schwei­ge denn, dass dar­über im Stadt­rat be­ra­ten wor­den wä­re.

Ist dies ver­trau­ens­vol­le Zu­sam­men­ar­beit zum Woh­le un­se­rer Stadt? Da wer­den Ak­tio­nen, die der Stadt­rat be­schlie­ßen muss, ent­we­der vom Bgm al­lei­ne (sie­he Brun­nen­spen­de) oder ak­tu­ell zu­sam­men mit MdL Pohl ein­fach ver­kün­det? Ist das die neue Me­tho­de, um dem Stadt­rat die Pis­to­le auf die Brust zu set­zen: „Zu­stim­men oder ster­ben“? Denn wer wür­de ver­ste­hen, dass der Stadt­rat ge­gen ei­ne Spen­de oder ge­gen ei­ne Zu­wen­dung vom Frei­staat stimmt?

Wir ha­ben für die Len­kung der Ge­schi­cke un­se­rer Stadt ei­nen Bgm und ei­nen Stadt­rat ge­wählt und nicht Herrn Pohl, oder? Und wo bleibt die von Bgm Grusch­ka ver­spro­che­ne Of­fen­heit, Trans­pa­renz und ver­trau­ens­vol­le Zu­sam­men­ar­beit?

Ich ver­ste­he dar­un­ter, dass z.B. die­ser An­trag auf Sta­bi­li­sie­rungs­hil­fe er­geb­nis­of­fen im Stadt­rat be­ra­ten wird, die Für und Wi­der be­wer­tet wer­den, ein Be­schluss her­bei­ge­führt wird, und das Re­sul­tat dann ge­mein­sam be­kannt ge­ge­ben wird. Mit der vom Bgm ge­wähl­ten Vor­ge­hens­wei­se wird die Be­völ­ke­rung nun wie­der po­la­ri­siert, das Image un­se­rer Stadt be­schä­digt und ei­ne ver­trau­ens­vol­le Zu­sam­men­ar­beit mit dem Stadt­rat mit Fü­ßen ge­tre­ten. Ich hof­fe nur, dass die Bür­ger dies und das Ziel des Ma­nö­vers er­ken­nen.“

Bad Wö­ris­ho­fen

Ma­ri­an­ne Piel­orz

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