Wird se­xu­el­le Iden­ti­tät ins Grund­ge­setz ge­schrie­ben?

Mindelheimer Zeitung - - Politik -

Die Grü­nen wol­len in den Grund­ge­setz-Ar­ti­kel ge­gen Dis­kri­mi­nie­rung auch die se­xu­el­le Iden­ti­tät auf­neh­men. Ei­nen ent­spre­chen­den An­trag hat die Bun­des­tags­frak­ti­on ver­ab­schie­det. In Ar­ti­kel drei des Grund­ge­set­zes heißt es: „Nie­mand darf we­gen sei­nes Ge­schlech­tes, sei­ner Ab­stam­mung, sei­ner Ras­se, sei­ner Spra­che, sei­ner Hei­mat und Her­kunft, sei­nes Glau­bens, sei­ner re­li­giö­sen oder po­li­ti­schen An­schau­un­gen be­nach­tei­ligt oder be­vor­zugt wer­den.“Im Grü­nen-An­trag heißt es, der Ar­ti­kel schrei­be in sei­ner jet­zi­gen Form „ei­nen der zen­tra­len Mecha­nis­men von Ho­mound Trans­feind­lich­keit fort“, näm­lich das „Un­sicht­bar­ma­chen“und „Ba­ga­tel­li­sie­ren“von Dis­kri­mi­nie­run­gen. In die­ser Fra­ge zie­hen FDP und Grü­ne üb­ri­gens an ei­nem Strang. Ei­ne frak­ti­ons­über­grei­fen­de Initia­ti­ve ist ge­plant.

Fo­to: Tim Bra­ke­mei­er, dpa

Horst See­ho­fer und Gui­do Wes­ter­wel­le im Jahr 2013.

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