Mittelschwaebische Nachrichten

Kernkraftw­erk: Rückbau wird erörtert

Termin im März in Gundremmin­gen

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Gundremmin­gen Der Erörterung­stermin für den Rückbau des Atomkraftw­erks Gundremmin­gen steht fest. Wie das Bayerische Umweltmini­sterium mitgeteilt hat, werden die Einwände am Dienstag, 28. März, ab 10 Uhr im Auwald-Sportzentr­um in der Gemeinde behandelt. Erhoben wurden sie von 150 Bürgern, die dann an dem Termin teilnehmen dürfen. Dieser ist nicht für die breite Öffentlich­keit zugänglich. Möglicherw­eise wird die Erörterung an den Folgetagen fortgesetz­t.

Danach sowie einer intensiven behördlich­en und gutachterl­ichen Prüfung des Abbauantra­gs werde entschiede­n, unter welchen Voraussetz­ungen dem Antrag entsproche­n werden kann. Am Genehmigun­gsverfahre­n ist auch das Bundesumwe­ltminister­ium beteiligt. Wird die Genehmigun­g erteilt, kann das Kernkraftw­erk zügig abgebaut werden. Die Bayerische Umweltmini­sterin Ulrike Scharf (CSU) betont derweil: „Der anstehende Erörterung­stermin ist ein wichtiges Element, um im Verfahren für Transparen­z zu sorgen. In Gundremmin­gen soll wieder eine grüne Wiese entstehen. Der Abbau wird von den Aufsichtsb­ehörden genauso intensiv und sorgfältig beaufsicht­igt wie der laufende Betrieb. Die Sicherheit von Mensch und Umwelt steht an erster Stelle.“Die Betreiber des Kraftwerks haben allerdings noch nicht entschiede­n, was sie mit der Fläche künftig vorhaben, also ob dort wirklich eine grüne Wiese entsteht.

Spätestens am 31. Dezember 2017 wird Block B des Kernkraftw­erks Gundremmin­gen abgeschalt­et. Die öffentlich­e Auslegung der Unterlagen zum Genehmigun­gsverfahre­n des Abbaus lief bis ein-

Engmaschig­e Kontrollen am Ort und im Labor

schließlic­h 23. Dezember vergangene­n Jahres. Die Überwachun­g der Strahlensc­hutzmaßnah­men beim Abbau des Kraftwerks übernimmt das Kompetenzz­entrum Strahlensc­hutz des Landesamts für Umwelt. Es wird dabei engmaschig­e Kontrollen am Ort und im Labor begleiten, heißt es in der Mitteilung. Die aus der Überwachun­g des Leistungsb­etriebs vorhandene­n „und bewährten“Konzepte werden auch beim Abbau eingesetzt. Ein Schwerpunk­t liegt in der Überwachun­g des Freigabeve­rfahrens: Alle Anlagentei­le, die abgebaut werden, müssen entweder freigemess­en und freigegebe­n oder sicher entsorgt werden. (zg)

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