Er­do­gan-Be­such en­det mit Mo­schee-Ein­wei­hung

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - POLITIK - Hat­ten

K - Drei age hie t er d e un­d­des­re­pu­blik­blik mit­it sei­nemi StStaats­betb such in Atem. Kurz vor sei­ner Abrei­se weih­te Tür­ken-Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan (64) ges­tern die Di­tib-Mo­schee, Deutsch­lands größ­te Mo­schee, in Köln ein.

Und da­bei wur­de nichts dem Zu­fall über­las­sen: Es herrsch­ten schärfs­te Si­cher­heits­vor­keh­run­gen. Hub­schrau­ber kreis­ten in der Luft, der Schiffs­ver­kehr wur­de ge­stoppt, das Ge­län­de um die Zen­tral­mo­schee weit­räu­mig ab­ge­sperrt, Gul­li­de­ckel Ta­ge vor­her ver­schweißt. Mehr als 3 000 Be­am­te aus meh­re­ren Bun­des­län­dern wa­ren vor Ort. Es war ei­ner der größ­ten Po­li­zei­ein­sät­ze in der durch­aus pro­tes­ter­prob­ten NRW-Me­tro­po­le.

Noch am Frei­tag­abend

lns ehör­den ei­ne ur­sprüng­lich ge­plan­telt AAu­ßen­ver­an­stal­tun­gßtlt an der Mo­schee mit bis zu 25 000 Er­do­gan-An­hän­gern ab­ge­sagt, weil die Di­tib zu­vor kein aus­rei­chen­des Si­cher­heits­kon­zept ein­ge­reicht hat­te. Den­noch ka­men rund Tau­send Er­do­gan-Fans zu der Mo­schee, um ihn zu fei­ern. Aber auch Ge­gen­de­mons­tran­ten gin­gen auf die Stra­ße.

Trotz­dem wirk­te der tür­ki­sche Prä­si­dent ge­lös­ter als die Ta­ge zu­vor. Er­do­gans Be­such war auf­grund der Men­schen­rechts­la­ge in sei­ner Hei­mat höchst um­strit­ten. Nach­dem Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter St­ein­mei­er (61) beim Staats­ban­kett im Schloss Bel­le­vue am Frei­tag­abend die In­haf­tie­rung Deut­scher in der Tür­kei an­ge­spro­chen hat­te, wich Er­do­gan vom Re­de­pro­to­koll ab und wies die Vor­wür­fe wü­tend zu­rück. Das kam ei­nem Eklat gle ch.

IIn KölKöln da­ge­gend herrsch­tenhht wiei der ver­söhn­li­che­re Tö­ne. Er lob­te die Freund­schaft zu Deutsch­land, trotz zahl­rei­cher Un­ter­schie­de. Aber auch da ging es nicht oh­ne Kon­tro­ver­se. Un­ter an­de­rem sprach er die Cau­sa Me­sut Özil an.

Für Ir­ri­ta­ti­on hat­te zu­dem ge­sorgt, dass kein deut­scher Po­li­ti­ker an der Mo­schee-Ein­wei­hung teil­nahm. NRW-Mi­nis­ter­prä­si­dent Ar­min La­schet (57, CDU) hat­te Er­do­gan zwar am Flug­ha­fen emp­fan­gen, ei­nen ge­mein­sa­men Be­such am Bau­werk aber ab­ge­lehnt. Eben­so Kölns OB Hen­ri­et­te Re­ker (61, par­tei­los).

Di­tib ist die Tür­kisch-Is­la­mi­sche Uni­on der An­stalt für Re­li­gi­on und un­ter­steht der tür­ki­schen Re­li­gi­ons­be­hör­de, gilt al­so als ver­län­ger­ter Arm Er­do­gans in Deutsch­land.

Auf den Stra­ßen Kölns fei­er­ten An­hän­ger den tür­ki­schen Prä­si­den­ten mit Fah­nen und Sprech­chö­ren.

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