Mal läuft die Na­se, mal juckt die Haut

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - TITEL -

Am häu­figs­ten tritt in Deutsch­land der all­er­gi­sche Schnup­fen (Fach­be­griff: all­er­gi­sche Rhi­ni­tis) auf. Über 20 Pro­zent der All­er­gi­ker lei­den un­ter dem, was land­läu­fig „Heu­schnup­fen“ge­nannt wird. Da­zu muss man al­ler­dings an­mer­ken: der Be­griff „Heu­schnup­fen“ist streng ge­nom­men falsch. Denn er be­zieht sich nur auf all­er­gi­sche Re­ak­tio­nen, die durch (Grä­ser-)Pol­len her­vor­ge­ru­fen wer­den. Die­sen Schnup­fen kön­nen je­doch auch an­de­re Stof­fe wie Tier­haa­re, Haus­staub­mil­ben oder Schim­mel­pil­ze aus­lö­sen.

Un­ter Neu­ro­der­mi­tis mit star­kem Juck­reiz und ein­her­ge­hen­den Hau­ter­kran­kung lei­den heu­te bis zu 20 Pro­zent al­ler Kin­der und bis zu 5 Pro­zent der Er­wach­se­nen.

Ei­nen Boom re­gis­triert man ge­gen­wär­tig bei der Ver­brei­tung von Nah

rungs­mit­tel­all­er­gi­en. Fast je­der Drit­te quält sich hier­zu­lan­de da­mit rum. Die­se All­er­gie­form soll­te nie­mand auf die leich­te Schul­ter neh­men. Die Er­kran­kun­gen ver­lau­fen häu­fig schwer.

Im Ex­trem­fall sind sie gar mit le­bens­be­droh­li­chen Sym­pto­men wie Herz-Ra­sen und At­men-Still­stand ver­bun­den. Die Zahl der All­er­gi­en wächst ste­tig. Im­mer mehr Kin-

der und Er­wach­se­ne kla­gen, dass sie Me­di­ka­men­te, In­sek­ten­gif­te oder

che­mi­sche Stof­fe aus ih­rem Ar­beits­um­feld nicht mehr „ver­tra­gen“.

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