Nicht für Ge­schmack je­den

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - POP -

Ist­dieAb­ba-Lie­der ver­lei­ten zu Wort­spie­len: Queen“ses­neue Al­bum­mit­dem Ti­tel„Dan­cing

Fans der (War­ner Bros.) das Wa­ter­loo von Cher? Gim­me! 72-Jäh­ri­gen wer­den­na­tür­lich„Gim­me! Gim­me!“krei­schen un­d­den Ton­trä­germit­zehn Tracks un­be­dingt ha­ben wol­len. Aber­gan­zehrAb­ba-Fans lich:Ei­gent­lich kön­nen über­zeug­te bei die­sem Al­bum­mitCo­ver­ver­sio­nen­nur „SOS!“schrei­en. Oder: „Mam­ma mia!“er­zählt. DieGe­schich­te des Werks ist schnell aus­ge­zeichDieOs­car-,Em­my- un­dGram­my- seitJah­ren ne­te Iko­neCher­sagt, sie sei­schon Brigh­ton mit Fan der vier Schwe­den,die 1974 in

Song Con­dem Ti­tel„Wa­ter­loo“den Eu­ro­vi­si­on zum Film test ge­wan­nen. Bei den Dreh­ar­bei­ten in dem­sie­die „Mam­maMia! He­reWeGo Again“, Sey­fried) Oma­von Haupt­fi­gur So­phie(Aman­da was für mimt, sei ihr er­neut be­wusst ge­wor­den, „groß­ar­ti­geSongs“dieBand ge­schrie­ben­ha­be. Im­mer­hin gibt Cher zu: „Das Sin­gen der Songs war­schwie­ri­ger,als ich ge­dacht hät­te.“Dochs­ei­sie „un­glaub­lich­hap­py mit­dem Er­geb­nis“.

Das Al­bum wur­de in Lon­don un­dLos An­ge­les auf­ge­nom­men. An Chers Sei­te: der Sound­tüft­ler Mark Ta ylor. Er­ge­hört­zu­den­je­ni­gen,die­für den so­ge­nann­ten Cher-Ef­fekt­ver­ant­wort­lich sind, der vor 20

Jah­ren beim Hit „Be­lie­ve“noch in­no­va­ti­vund cool war. Esist­die­ser Vo­coder-Klang,bei dem

Chers Stim­me mit­ei­ner­spe­zi­el­len

Soft­ware ge­fil­tert­wird.

„Man li­mi­tiert den

Sound, nimmt

Hö­hen und

Tie­fen weg, als obes aus dem Te le­fon kommt“,be­schrieb hi b das Ta y lor mal.

BeiUnd so komm­tes,dass man­sich zum

(A spiel beim Hit „Gim­me! Gim­me! Gim­me! in ei­ner Man Af­ter Mid­ni­ght)“die gan­ze Zeit schlech­ten Ka­rao­ke-Show­wäh­nen­kann. Fan Nichts dürf­te sich ein ech­ter Abba- sehn­li­cher bei die­sem Al­bum wün­schen,als end­lich wie­der dieO­ri­gi­na­le­zu­hö­ren-mit­den­kla­ren Stim­men von Ag­net­haFälts­kog un­dAn­ni-Fri­dLyng­stad. Nichts­des­to­trotz wird­das Al­bum­na­tür­lich ein Er­folg wer­den. Wahr­schein­lich er­schafft es so­gar ei­ne neue Ge­ne­ra­ti­on von Abba-Fans. Aber die Ori­gi­na­le­von Ever­greens wie „Chi­qui­ti­ta“, „One Of Us“, „Fer­nan­do“und „TheWin­ner Ta - kes It All“blei­ben un­über­trof­fen. Der viel­sa­gen­de Abba-Ti­tel „Mo­ney, Mo­ney, Mo­ney“fehltüb­ri­gens auf Chers Al­bum. Gre­gor Tholl

Cher (72) bei ei­nem Auf­tritt in Las Ve­gas im Mai 2017. aus Abba im April 1974, als das Quar­tett Ag­ne­tha Ben­ny An­ders­son, An­n­a­fri­dLyng­stad, „Grand Fälts­kog un­dBjörn Ul­va­eus (v.l.) den hieß­der Prix Eu­ro­vi­si­on de­la Chan­son“(so Eu­ro­vi­si­on Song Con­test da­mals) ge­wan­nen.

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