FCE Aue Ber­tram will nicht weg­lau­fen

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - VORDERSEITE - Tho­mas Nah­ren­dorf

AUE - Auf­ge­räumt und gut ge­launt er­schien Sö­ren Ber­tram zum Trai­nings­auf­takt der Veil­chen. Hin­ter dem 27-Jäh­ri­gen lie­gen schlech­te Wo­chen, zum Schluss stand der Re­le­ga­ti­ons-Held vom Mai nicht mal mehr im Ka­der. Weg­ren­nen will er des­halb trotz­dem nicht. Er will an­grei­fen - und das buch­stäb­lich.

Ber­tram hat ka­piert: „Der Er­folg vom Vor­jahr zählt nicht mehr!“Er muss et­was da­für tun, um wie­der ins Team zu kom­men. Im Mai auf Wol­ke 7, ei­ne über­ra­gen­de Vor­be­rei­tung im Som­mer und dann kam er nicht mehr in die Pöt­te.

Dass er im Sep­tem­ber beim 3:1 ge­gen sei­nen Ju­gend­ver­ein FC St. Pau­li auf der Tri­bü­ne saß, so sagt er selbst, war ein Knack­punkt. „Das tat schon weh, war nicht so an­ge­nehm. Aber ich den­ke, ich ha­be auch da­nach noch gu­te Spie­le ge­macht. In Pa­der­born kam ich rein, da lief es nicht schlecht. Ge­gen Kiel und Bie­le­feld war es auch okay.“Trotz­dem war es für Trai­ner Da­ni­el Meyer sportlich zu we­nig.

Für Ber­tram ist das ab­ge­hakt. Er schaut nach vorn. „Die Ta­ge zwi­schen den Fei­er­ta­gen wa­ren gut für mich. Da konn­te ich da­heim mal ab­schal­ten, konn­te selbst al­les re­flek­tie­ren. Jetzt bin ich da und will wie­der an­grei­fen.“

Klingt nicht da­nach, als wür­de er sich in den kom­men­den Ta­gen aus dem Staub ma­chen. „Nein“, sagt er. „Ich wer­de nach vor­ne schau­en, mich an­bie­ten. Al­les, was nach der Rück­run­de kommt, wer­den wir se­hen. Aber im

Camp will ich mich an­bie­ten“, kämpft Ber­tram um sei­nen

Platz im An­griff.

Chan­cen da­für sieht er. „Zum ei­nen war ich im Früh­jahr stets bes­ser drauf als im Herbst“, grinst er. „Da­zu kommt, ich ha­be mich nach al­len mei­nen Ver­let­zun­gen im­mer zu­rück­ge­kämpft. Das war auch im Vor­jahr so, als ich mich im Fe­bru­ar in Kiel schwer am Ober­schen­kel ver­letz­te. Und dann ist da ja das Sys­tem mit drei Stür­mern, das wir ge­gen Uni­on ge­spielt ha­ben“, lacht er.

Lässt Meyer wei­ter an­grei­fen, könn­te ir­gend­wann Bert­rams Stun­de schla­gen. „Ich konn­te das von der Tri­bü­ne aus ver­fol­gen, das sah über­ra­gend aus. Im Vor­jahr hat das ge­nau in die­ser Kon­stel­la­ti­on mit Pas­cal Köp­ke, Di­mi­trij Na­za­rov und mir auch her­vor­ra­gend ge­klappt. Das ist jetzt na­tür­lich mei­ne Chan­cen, da wie­der rein­zu­kom­men“, möch­te Ber­tram laut­stark an­klop­fen. Und hofft, von Meyer wie­der her­ein­ge­las­sen zu wer­den.

Gib mir dein Blut! Sö­ren Ber­tram (r.) be­kommt beim Lak­tat­test von der me­di­zi­nisch-tech­ni­schen As­sis­ten­tin Eve­lin Pilz den ro­ten Saft aus dem Ohr­läpp­chen ab­ge­zapft.

Sö­ren Ber­tram auf dem Lauf­band. Die ers­ten Schrit­te zu­rück in den Au­er An­griff?! 22. Mai 2018: Sö­ren Ber­tram wird nach sei­nen drei To­ren ge­gen den Karls­ru­her SC im ent­schei­den­den Re­le­ga­ti­ons­spiel um den Klas­sen­er­halt ge­fei­ert.

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