SPD-Du­lig kam mit Sohn zum Par­tei­tag

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - POLITIK - TH

DRES­DEN - Sach­sens So­zi­al­de­mo­kra­ten ha­ben zwei wich­ti­ge Wei­chen für die Land­tags­wahl ge­stellt: Sie no­mi­nier­ten ih­ren Lan­des­vor­sit­zen­den Mar­tin Du­lig (44) zum Spit­zen­kan­di­da­ten. Dar­über hin­aus än­der­ten sie ih­re Sat­zung, um auch Par­tei­lo­sen die Kan­di­da­tur auf dem SPD-Ti­cket zu er­mög­li­chen.

Du­lig konn­te bei ei­nem Par­tei­tag am Sams­tag in Dres­den 111 von 126 De­le­gier­ten von sich über­zeu­gen (88,1 Pro­zent). Es gab neun Ent­hal­tun­gen und sechs Nein-Stim­men. Jüngs­ter De­le­gier­ter war der 15 Jah­re al­te Wil­helm Du­lig, ein Sohn des Vor­sit­zen­den.

Zu­vor hat­te Va­ter Du­lig in ei­ner 40-mi­nü­ti­gen, frei ge­hal­te­nen Re­de die Ge­nos­sen in Wahl­kampf­stim­mung ver­setzt. Er wol­le ge­win­nen, sag­te der Vi­ze­mi­nis­ter­prä­si­dent, er­war­te die­sen fes­ten Wil­len aber auch von ih­nen. Für die Re­de be­weg­te sich Du­lig auf ei­nem ex­tra ge­bau­ten Lauf­steg.

Ge­gen­wind er­fuhr die Lan­des-Par­tei­spit­ze für ih­ren Vor­schlag zur Zu­las­sung Par­tei­lo­ser. Die als „Lex Rich­ter“ge­schmäh­te Vor­la­ge be­zog sich zwar nur in­di­rekt auf den ehe­ma­li­gen CDUMann und Di­rek­tor der Lan­des­zen­tra­le für po­li­ti­sche Bil­dung, Frank Rich­ter (58). Die­ser will in Mei­ßen für die SPD di­rekt kan­di­die­ren und auf die Lan­des­lis­te. Trotz­dem ver­wei­ger­ten 18 De­le­gier­te (da­von zwei Ent­hal­tun­gen) die Zu­stim­mung.

Frank Rich­ter (58)

F Mar­tin Du­lig (44) Wil­helm Du­lig (15) H

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