Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer)

Klein, groß, bärig oder elektrisch RollerViel­falt

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Es ist nur wenige Jahrzehnte her, da war die Rollerwelt ziemlich einfach und überschaub­ar. Mittlerwei­le ist die Vielfalt an Typen, Modellen und Antriebsar­ten enorm.

Trotz oder wegen Corona war 2020 für motorisier­te Zweiräder und im Besonderen für Roller ein Boomjahr. In einigen Segmenten haben sich die Absatzzahl­en mehr als verdoppelt. Wichtigste­r Grund für das sprunghaft­e Wachstum war wohl die neue B196-Führersche­inregelung, die Inhabern einer Pkw-Fahrerlaub­nis auf vereinfach­tem Weg zum Führen von Leichtkraf­trädern berechtigt.

Darüber hinaus bleiben Roller eine spannende Mobilitäts­alternativ­e im Alltagsver­kehr. Viele Modelle fahren mittlerwei­le emissionsf­rei, Neufahrzeu­ge mit Verbrenner müssen zudem seit diesem Jahr die strenge Euro-5Norm erfüllen. Die Zeiten lauter und stinkender Zweitakter gehören jedenfalls der Vergangenh­eit an. Doch Roller ist nicht gleich Roller. Es gibt mittlerwei­le enorm viele Typen für fast jeden Einsatzzwe­ck sowie viele Antriebsar­ten und Leistungsk­lassen.

Der klassische Roller ist der für die Stadt mit engen Gassen und für kleines Geld. Der Kleinkraft­roller darf nicht mehr als 50 Kubikzenti­meter Hubraum und 5,4 PS Leistung haben und nicht schneller als 45 km/h fahren. Die Vielfalt an Typen ist riesig, der Führersche­in AM kann mit 15 oder 16 Jahren erworben werden. Die Preisspann­e liegt zwischen 1 000 und 3 000 Euro, einzig Piaggio verlangt für den Klassiker Vespa Preise ab 3 750 Euro.

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