CSU-Spit­ze läu­tet Wahl­kampf-End­spurt ein

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POLITIK -

MÜN­CHEN - Der CSU steht in Bay­ern das Was­ser bis zum Hals. Zu­min­dest in den Um­fra­gen - und in vier Wo­chen wird bei der Land­tags­wahl ab­ge­rech­net. Die neu­en Leit­li­ni­en: Hof­fen auf das Wun­der und „Jetzt erst recht“.

CSU-Chef Horst See-See­ho­fer (69) und Mi­nis­ter­prä­si­dent Mar­kus Sö­der (51) rie­fen die Par­tei zu Ge­schlos­sen­heit und Zu­ver­sicht auf. „Wir brau­chen jetzt in den nächs­ten vier Wo­chen Zu­ver­sicht statt Ängst­lich­keit, Ge­schlos­sen­heit statt Nör­ge­lei, Ein­satz sat­zEin­satz statt Ge­müt­lich-Ge­müt­lich­keit“, sag­te See­ho­fer in sei­ner Re­de auf dem CSU-Par­tei­tag in Mün­chen. „Mit Ab­war­ten, Jam­mern, Bes­ser­wis­sen hat man noch nie ei­nen Er­folg ein­ge­fah­ren.“

Nach An­sicht Sö­ders könn­ten die his­to­risch schlech­ten Um­fra­ge­wer­te Um­fra­ge- der CSU von bis zu 35 Pro­zent gar zu ei­ner Trend­um­kehr im Wahl­kampf füh­ren. „Die Um­fra­gen wa­ren nicht schön, aber sie bie­ten die Chan­ce auf ei­nen Weck­ruf“, sag­te der CSU-Spit­zen­kan­di­dat für die Land­tags­wahl am 1414. Ok­to­berOk­to­ber. Sö­der be­ton­te, dass es bei der Wahl um Bay­erns Son­der­stel­lung in Deutsch­land ge­he: „Nicht nur um die CSU, son­dern um ganz Bay­ern und die Rol­le und Stär­ke, die Bay­ern in ganz Deutsch­land spielt.“

Trotz der er­nüch­tern­den Um­fra­gen sieht See­ho­fer sei­ne Par­tei nicht un­ter Druck: „Aus mei­ner Sicht ste­hen wir ganz pas­sa­bel zum Be­ginn des Wahl­kamp­fes da, und wir wer­den in den nächs­ten vier Wo­chen al­les in die Waag­scha­le wer­fen, da­mit wir gut ab­schnei­den.“Ziel der CSU, die bei der Wahl 2013 noch 47,7 Pro­zent und da­mit die ab­so­lu­te Mehr­heit im Land­tag er­reich­te, sei es, so stark wie mög­lich zu wer­den.

Auch zur Gro­ßen Ko­ali­ti­on in Ber­lin äu­ßer­te sich der CSU-Chef und Bun­des­in­nen­mi­nis­ter: Schwarz-Rot wer­de am Kon­flikt um Ver­fas­sungs­schutz­prä­si­dent Hans-Ge­org Maa­ßen (55) nicht zer­bre­chen. Wie der Streit ge­löst wer­den könn­te, da­zu sag­te See­ho­fer al­ler­dings nichts.

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