Wei­den­fel­ler kennt kei­ne Lan­ge­wei­le!

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - SPORT -

DORT­MUND - Ei­ne Welt­rei­se kam für Ro­man Wei­den­fel­ler nach sei­nem Kar­rie­re­en­de bei Bo­rus­sia Dort­mund im Som­mer nie in­fra­ge. „Da­zu reicht mir lei­der die Zeit nicht, ich bin echt schon ziem­lich ein­ge­spannt“, sagt der „Fuß­ball-Rent­ner“. Sein Ter­min­ka­len­der sei prall ge­füllt, die Auf­ga­ben viel­fäl­tig.

Sohn Leo­nard (2) be­kommt den Pa­pa zwar öf­ter zu Ge­sicht als noch in der Zeit als Bun­des­li­ga-Tor­wart. „Aber eins ist klar, es kommt kei­ne Lan­ge­wei­le auf“, so der Welt­meis­ter von 2014: „Mein Auf­ga­ben­ge­biet ist schon sehr groß“. Wei­den­fel­ler ist beim BVB für die Aus­lands­ver­mark­tung ver­ant­wort­lich, zu­dem fun­giert er als Mar­ken­bot­schaf­ter der Bo­rus­sia.

Die Stadt Dort­mund ver­pflich­te­te den 38-Jäh­ri­gen als Bot­schaf­ter für die Be­wer­bung zur EU­RO 2024. Auch bei Pu­ma sei er noch mit un­ter­wegs, so Wei­den­fel­ler. Und dann ist da noch die neue Her­aus­for­de­rung: Der pri­va­te TV-Sen­der Ni­tro hol­te den frü­he­ren Kee­per als Ex­per­ten für die Eu­ro­pa Le­ague. Beim Bru­der­du­ell zwi­schen RB Leip­zig und RB Salz­burg am Don­ners­tag fei­er­te Wei­den­fel­ler sei­ne Pre­mie­re als Fach­mann - an der Sei­te des frü­he­ren BVB-Pro­fis Stef­fen Freund.

16 Jah­re lang spiel­te Wei­den­fel­ler für den BVB, er ge­wann zwei­mal die Meis­ter­schaft und zwei­mal den DFB-Po­kal. 2014 ge­hör­te er zur Welt­meis­ter­mann­schaft von Bun­des­trai­ner Joachim Löw, kam aber in Bra­si­li­en nicht zum Ein­satz. „Als Tor­hü­ter hat man von hin­ten ein­fach ei­nen gu­ten Über­blick und kann sich dann auch ein Urteil über die an­de­ren Spie­ler er­lau­ben“, sin­niert Wei­den­fel­ler, der sei­nem sport­li­chen Vor­bild Jens Leh­mann nun auch ins Fern­se­hen folgt.

Für Wei­den­fel­ler be­deu­tet der Ex­per­ten­job den per­fek­ten Über­gang von der ak­ti­ven auf die pas­si­ve Sei­te. So kann er sei­ner Lei­den­schaft wei­ter treu blei­ben: „Trotz al­lem im­mer noch mit da­bei zu sein, im­mer noch am Feld: Das ist das, was ich am liebs­ten ma­che.“

Dass es kaum noch Lü­cken im Ter­min­ka­len­der gibt, nimmt Wei­den­fel­ler da­für in Kauf. Die Zeit, den Soh­ne­mann in die Ki­ta zu brin­gen, die nimmt sich der stol­ze Pa­pa trotz­dem re­gel­mä­ßig: „Wenn ich nicht ge­ra­de mit dem Sport un­ter­wegs bin, küm­me­re ich mich um mei­nen Klei­nen. Ich ma­che all das, was ein Va­ter so macht.“

Die Vor­be­rei­tung auf die neue TV-Auf­ga­be war sehr in­ten­siv, auch wenn bei Wei­den­fel­ler aus der ak­ti­ven Zeit noch „vie­les im Kopf ist“. Lang die Ta­ge vor dem ers­ten Ein­satz, ge­füllt mit Kon­fe­ren­zen, In­ter­views, Drehs. Der Teaser für die ers­te Sen­dung muss­te gleich mehr­fach in ver­schie­de­nen Aus­füh­run­gen ge­dreht wer­den. Wei­den­fel­ler nahm es mit ei­nem Lä­cheln und ei­nem Ach­sel­zu­cken. Mot­to: ein­mal Pro­fi, im­mer Pro­fi!

MORGENPOST AM SONN­TAG, 23.9.2018

Nein, hier bringt Ro­man Wei­den­fel­ler sei­nen Soh­ne­mann Leo­nard nicht in die Ki­ta, son­dern auf den Ra­sen des Dort­mun­der Si­gnal Idu­na Parks. Die Ex-BVB-Ki­ckeer Ro­man Wei­den­fel­ler (l./Welt­meisd W ter 2014) un­dWelt­meisd Stef­fen Freund (r./Eu­ro­paa­meis­ter 1996) anaa­ly­sie­ren an der Sei­teS von Mod­de­ra­to­rin Lau­ra WWon­tor­ra bei RRTL Ni­tro diee Eu­ro­paLe­aguePar­ti­en. WWäh­rend Freund schon sseit 2014 dda­bei ist, ggab Wei­den­fel­ler dWei­den­fel­ler am Dons­tag ner­sDons­tag sein DDe­büt.

Ro­man Wei­den­fel­ler mit sei­nen bei­den größ­ten Schät­zen - dem WMPo­kal für den Ti­tel­ge­winn 2014 und sei­ner Ehe­frau Li­sa, die er im Mai 2015 hei­ra­te­te. Im März 2016 kam Soh­ne­mann Leo­nard auf die Welt. Das ist Ge­schich­te! Tor­hü­ter Ro­man Wei­den­fel­ler stand 16 Jah­re bei Bo­rus­sia Dort­mund un­ter Ver­trag, hü­te­te in 349 Pflicht­spie­len den Kas­ten der Schwarz-Gel­ben. Hier pa­riert er ei­nen Schuss des Hof­fen­hei­mers And­rej Kra­ma­ric.

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