Trump lässt FBI ge­gen Ka­va­n­augh er­mit­teln

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - POLITIK -

WA­SHING­TON - Der Kri­mi um US-Rich­ter Brett Ka­va­n­augh (53) ist um ein Ka­pi­tel rei­cher - und er ist da­für ver­ant­wort­lich: Jeff Fla­ke (55), US-Se­na­tor aus Ari­zo­na, Par­tei­re­bell, li­be­ral und gro­ßer Trump-Kri­ti­ker.

Er stimm­te als letz­ter Wa­ckel­kan­di­dat der Re­pu­bli­ka­ner im Se­nats-Aus­schuss zwar für die No­mi­nie­rung Ka­va­n­aughs, aber nur un­ter ei­ner Be­din­gung: Die end­gül­ti­ge Ab­stim­mung über sei­ne Be­ru­fung an das Obers­te US-Ge­richt durch den kom­plet­ten Se­nat soll um ei­ne Wo­che ver­scho­ben wer­den und das FBI muss die Miss­brauchs­vor­wür­fe ge­gen den Rich­ter um­fang­reich un­ter­su­chen.

Zwei Ak­ti­vis­tin­nen, ei­ne da­von nach ei­ge­nen Aus­sa­gen selbst ein Op­fer se­xu­el­ler Be­läs­ti­gung, hat­ten den US-Se­na­tor Fla­ke kurz vor dem Vo­ting im Jus­tiz­aus­schuss be­drängt, er sol­le von sei­ner Un­ter­stüt­zung von Trumps Rich­ter­kan­di­dat ab­rü­cken. Mitt­ler­wei­le drei Frau­en er­he­ben ge­gen Ka­va­n­augh schwe­re Miss­brauchs­vor­wür­fe.

Über­ra­schen­der­wei­se ord­ne­te nun selbst US-Prä­si­dent Do­nald Trump (72) die Un­ter­su­chung der Bun­des­po­li­zei an und lässt ge­gen sei­nen ei­ge­nen Wunsch-Rich­ter für den Su­pre­me Court er­mit­teln.

Weist al­le Vor­wür­fe en­er­gisch von sich: Brett Ka­va­n­augh (53). Als US-Se­na­tor Jeff Fla­ke (55) das Wort im US-Aus­schuss er­teilt wur­de, nahm der Tag ei­ne über­ra­schen­de Wen­dung: Er for­der­te FBI-Un­ter­su­chun­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.