Bit­te­res 1:3 im Top-Du­ell

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - VORDERSEITE - Stef­fen Grimm

1:3 vor 3 000 Zu­schau­ern ge­gen Schwe­rin DRES­DEN - Der DSC hat das spek­ta­ku­lä­re Gip­fel­tref­fen ge­gen den Schwe­ri­ner SC vor 3 000 Zu­schau­ern in der aus­ver­kauf­ten Mar­gon Are­na mit 1:3 ver­lo­ren und da­mit nach vier Sie­gen die ers­te Bun­des­li­ga-Nie­der­la­ge der

Sai­son kas­siert. Schon der ers­te Satz hat­te es in sich. Die Gast­ge­be­rin­nen hat­ten zu Be­ginn Mü­he ge­gen die druck­voll und sehr schnell agie­ren­den Schwe­ri­ne­rin­nen - 1:4, 2:7. Die An­nah­me beim DSC mehr­fach nicht sau­ber, was die Gäs­te so­fort be­straf­ten. Oh­ren­be­täu­ben­der Lärm dann aber auf den Rän­gen, als die Mann­schaft von Chef­coach Alex Waibl sechs Punk­te in Fol­ge mach­te und zum 15:15 aus­glich. Doch es folg­ten wie­der Feh­ler und der er­neu­te Rück­stand - 16:20. Der ers­te Satz ging 21:25 ver­lo­ren.

Im zwei­ten Akt die ers­te Dresd­ner Füh­rung. Kat­ha­ri­na Schwa­be schlug zum 1:0 zu, aber Schwe­rin eis­kalt zu­rück - 4:8. Wie­der lief das Waibl-Team hin­ter­her. Es ra­cker­te, kämpf­te um je­den Ball. Dies­mal mit Er­folg. Ma­ria Se­gu­ra glich nach lan­gem Ball­wech­sel zum 19:19 aus. In der hei­ßen Schluss­pha­se mach­te „Schwa­bi“den Un­ter­schied aus. Auch beim 25:22 hat­te sie die Fin­ger dran.

Die Meck­len­bur­ge­rin­nen wa­ren be­ein­druckt. Schwa­be & Co. jetzt deut­lich ag­gres­si­ver. Sie zo­gen auf 11:4 da­von. SSCund Bun­des­trai­ner Fe­lix Koslow­ski nahm ei­ne Aus­zeit. Half nix! Bar­ba­ra We­z­or­ke ließ sich im Block nicht über­win­den. Es war schließ­lich ei­ne star­ke Auf­schlag­se­rie von Schwe­rins Britt Bon­ga­erts, die die Gäs­te zu­rück ins Spiel brach­te. Als We­z­or­ke beim Stand von 21:18 um­knick­te und der Schi­ri das Spiel bei ei­nem er­folg­rei­chen DSC-An­griff un­ter­brach, pfif­fen die Fans laut­stark. Schwe­rin ver­kürz­te wei­ter. Die Gast­ge­be­rin­nen ver­lo­ren den Fa­den, konn­ten am En­de zu­dem ei­nen Satz­ball nicht nut­zen und ga­ben den drit­ten Durch­gang äu­ßerst un­glück­lich mit 24:26 ab.

Den Zu­schau­ern wur­de auch im vier­ten Akt ei­ni­ges ge­bo­ten. Ein Er­folg ih­rer Lieb­lin­ge blieb ih­nen aber ver­sagt. Ein Schwe­ri­ner Block­punkt sorg­te für das 21:25 und da­mit die 1:3-Nie­der­la­ge des DSC nach ins­ge­samt 114 um­kämpf­ten Mi­nu­ten.

Ers­tes Fa­zit von Chef­coach Waibl: „Wir wa­ren in drei von vier Sät­zen ge­dank­lich ein biss­chen zu lang­sam, ha­ben nicht schnell ge­nug re­agiert. Da fehl­te uns die Fri­sche. An der ei­nen Schi­ri-Ent­schei­dung will ich es nicht fest­ma­chen, dass wir den drit­ten Satz noch ver­lo­ren ha­ben. Un­ser Kampf­geist war aber über­ra­gend. Des­halb bin ich stolz auf die Mann­schaft.“

Die Ent­täu­schung über die Nie­der­la­ge im Gip­fel­tref­fen stand den DSC-Girls deut­lich ins Ge­sicht ge­schrie­ben.

Ma­ria Se­gu­ra, hier im An­griff ge­gen Schwe­rins Be­ta Du­man­cic, war mit 20 Punk­ten die DSC-Top­s­core­rin.

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