BSI wuss­te schon früh von Da­ten­klau

Morgenpost am Sonntag (Dresdner) - - NACHRICHTEN -

BER­LIN - Ent­set­zen nach dem On­line-An­griff auf Pro­mis und Po­li­ti­ker! Nun kommt her­aus: Das Bun­des­amt für IT-Si­cher­heit (BSI) weiß schon seit De­zem­ber von dem Da­ten­klau - sehr zum Er­stau­nen an­de­rer Si­cher­heits­be­hör­den. Das BSI ge­rät des­halb mas­siv in die Kri­tik.

FDP-Di­gi­tal­po­li­ti­ker Ma­nu­el Hö­fer­lin (45) sag­te, man müs­se sich über die In­for­ma­ti­ons­po­li­tik der Be­hör­de wun­dern: „Das Bun­des­amt muss sei­ne Vor­ge­hens­wei­se dar­le­gen und kri­tisch über­prü­fen.“Lin­ke-Frak­ti­ons-Chef Diet­mar Bartsch (60): „An­ge­sichts der Di­men­si­on die­ses Da­ten­klaus ist die Nicht­in­for­ma­ti­on von Par­tei- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den durch die Be­hör­den völ­lig in­ak­zep­ta­bel. Gibt es et­was zu ver­ber­gen?“

BSI-Prä­si­dent Ar­ne Schön­bohm (49) hat­te zu­vor ein­ge­stan­den: „Wir ha­ben schon sehr früh­zei­tig im De­zem­ber auch schon mit ein­zel­nen Ab­ge­ord­ne­ten, die hier­von be­trof­fen wa­ren, dem­ent­spre­chend ge­spro­chen.“Es sei­en auch Ge­gen­maß­nah­men ein­ge­lei­tet wor­den. Die Bun­des­re­gie­rung prüft nach An­ga­ben von Jus­tiz­mi­nis­te­rin Ka­ta­ri­na Bar­ley (50, SPD) stren­ge­re Si­cher­heits­vor­ga­ben für Soft­ware-Her­stel­ler und Be­trei­ber von In­ter­net-Platt­for­men.

Cy­ber-Alarm in Deutsch­land: Bei ei­nem gro­ßen Ha­cker-An­griff wur­den mas­sen­wei­se Da­ten von Pro­mis und Po­li­ti­kern ge­klaut. Wuss­te schon län­ger vom Da­ten­leck: BSI-Chef Ar­ne Schön­bohm (49).

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