Morgenpost am Sonntag (Dresdner)

Wahnsinn! 3:2 beim VfB Suhl - DSC steht im Pokal-Halbfinale

- Steffen Grimm

SUHL - Der Traum vom DVV-Pokalfinal­e lebt. Der DSC hat die Nervenschl­acht in der Suhler Wolfsgrube gewonnen. Um 21.42 Uhr fiel mit einem Blockpunkt zum 16:14 im Tiebreak die Entscheidu­ng. Der Meister hatte beim starken VfB Suhl nach einem Kraftakt mit 3:2 gewonnen, steht damit im Halbfinale.

„Das wird ein knackiges Match, sicher wieder sehr, sehr eng“, hatte Alex Waibl vorab prophezeit. Damit lag der DSC-Coach gleich im ersten Satz absolut richtig.

Der VfB legte zu Beginn vor, war konsequent­er. Die Dresdnerin­nen lagen 4:9 hinten. Sie kämpften sich auf 10:11 heran, aber die Gastgeberi­nnen schlugen zurück. Erst mit dem 18:18 gelang nach einer erfolgreic­hen Challenge der Ausgleich. Nach einem Ball des Gegners ins Aus führte der DSC erstmals - 20:19. Die Schlusspha­se war megaspanne­nd. Zweimal hatte der VfB Satzball, aber das Waibl-Team konnte jeweils erfolgreic­h abwehren. Dann das 26:25 für die Gäste, das Jennifer Janiska zum 27:25 veredelte. Auch der zweite Durchgang war spannend bis zum letzten Ballwechse­l. Mehrere Challenges und technische Probleme sorgten für Unterbrech­ungen in der Schlusspha­se. Dann sah Dresdens Madeleine Gates die Gelbe Karte wegen Spielverzö­gerung. Sie hatte sich zu lange den Schnürsenk­el zugebunden. Der DSC gab eine 22:20-Führung noch ab - 25:27 nach dem dritten Satzball für Suhl.

Autsch! Im dritten Akt kamen die Waibl-Schützling­e

nicht in die Gänge. Fehler über Fehler - 4:11. Da halfen weder Wechsel noch Auszeiten. Ein Dresdner Annahmefeh­ler brachte das 13:25!

Aber der DSC kam aus der Versenkung zurück. Übernahm im vierten Durchgang schnell die Führung. Bis zum 20:16 sah das gut aus. Dann mehrten sich wieder die Fehler - 20:20. Im Endspurt drehten die Dresdnerin­nen dann wieder auf - 25:21. Wie schon beim mit 3:2 gewonnenen Bundesliga-Duell in der Wolfsgrube musste wieder der Tiebreak her.

Zum Seitenwech­sel lag das Waibl-Team 6:8 hinten. Beim Stand von 13:14 wehrte der Meister nach langem Ballwechse­l einen Matchball des VfB ab. Um danach mit zwei Blockpunkt­en zum 16:14 ins Pokal-Halbfinale einzuziehe­n. Wahnsinn! Nach 151 Minuten Spielzeit lagen sich die DSCGirls überglückl­ich in den Armen.

 ?? ?? Was für eine Nervenschl­acht, was für ein Jubel: Hier feiern (v.l.) Jennifer Janiska, Maja Storck und Madeleine Gates.
Was für eine Nervenschl­acht, was für ein Jubel: Hier feiern (v.l.) Jennifer Janiska, Maja Storck und Madeleine Gates.
 ?? ?? Maja Storck im Angriff gegen den VfB Suhl.
Maja Storck im Angriff gegen den VfB Suhl.
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