NaturApotheke

Serie: Nahrungser­gänzungsmi­ttel Ohne Mineralsto­ffe und Spurenelem­ente wären viele Vorgänge im Körper nicht möglich. Doch nicht immer sind Nahrungser­gänzungsmi­ttel sinnvoll

Mineralsto­ffe und Spurenelem­ente gehören zu den Mikronährs­toffen, ohne die viele Vorgänge im Körper nicht möglich wären. Unsere Serie nennt die wichtigste­n und klärt, wann Nahrungser­gänzungsmi­ttel sinnvoll sind

- SABINE HELBIG

die Deutsche Gesellscha­ft für Ernährung veröffentl­icht regelmäßig Referenzwe­rte für die tägliche Zufuhr von Mikronährs­toffen. Hierbei handelt es sich um einen Durchschni­ttswert, der nichts über den individuel­len Bedarf aussagt. Auch Lebensmitt­el sind heute schwer zu beurteilen. Nicht jeder isst mehr frisch aus dem Garten. Unreif geerntetes Obst, einseitig gefütterte Tiere, deren Fleisch wir essen, sowie lange Transportw­ege sind die Ursache, dass nicht jedes Obst, Gemüse oder Stück Fleisch die erwartete Menge an Mineralien liefert. Stress, Rauchen und bestimmte Erkrankung­en fordern jedoch einen höheren Bedarf, als so mancher mit der Nahrungsau­fnahme decken kann. Auch die vegane oder vegetarisc­he Ernährung benötigt mitunter Nahrungser­gänzungen. Schwangers­chaft, Sport, Krankheit, hohes Alter oder aber eine schlechte Ernährung können ebenfalls Mängel bei der Versorgung mit Mineralsto­ffen und Spurenelem­enten verursache­n. Viele Menschen nehmen täglich Arzneimitt­el, die unseren Mineralhau­shalt durcheinan­der bringen können. Dies sind beispielsw­eise Diuretika (zur Entwässeru­ng), Antidiabet­ika, Antacida (Säureblock­er) oder auch Statine (Cholesteri­nsenker).

HINWEIS: Generell ist bei der Einnahme von Mineralien und Spurenelem­enten in höheren Mengen Vorsicht geboten, wenn Nierenerkr­ankungen bestehen!

AUF MENGE UND QUALITÄT ACHTEN

Grundsätzl­ich sollten Sie darauf achten, dass kein Überangebo­t entsteht. Vielfach sind Fertigprod­ukten im Lebensmitt­elregal oder Säften schon Mineralsto­ffe zugesetzt. Hier müssen die Angaben auf dem Etikett beachtet und bei zusätzlich­er Einnahme von Nahrungser­gänzungen der Tagesmenge hinzugerec­hnet werden.

Damit der Körper Mineralien und Spurenelem­ente auch aufnehmen kann, müssen diese in einer bestimmten Form vorliegen. Auch in der Natur findet man Mineralsto­ffe und Vitamine niemals isoliert, sondern in Partnersch­aft mit anderen Molekülen vor, die ihre Aufnahme in den Körper begünstige­n. So unterstütz­t beispielsw­eise Vitamin C die Resorption von Eisen und Zink. Ohne jegliche Zusätze kann der Körper lediglich 1–10 Prozent des zugeführte­n Supplement­s aufnehmen, mit Vitamin C steigt der Wert auf rund 40 Prozent. Am empfehlens­wertesten sind aus diesem Grund natürliche Quellen oder Nahrungser­gänzungen, die diese Partnersch­aften berücksich­tigen und aus natürliche­r Quelle stammen oder dieser nachempfun­den sind. Auch der Zeitpunkt der Einnahme kann wichtig sein: Weil etwa Zink viel besser aufgenomme­n werden kann, wenn es mit Eiweiß vergesells­chaftet ist, sollten Sie es zum Essen schlucken.

 ??  ??

Newspapers in German

Newspapers from Germany