Hin­ter­fragt Vit­amin D

Vit­amin D

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Das Be­son­de­re Vit­amin D ist ei­gent­lich gar kein Vit­amin, son­dern in sei­ner ak­ti­ven Form ein Hor­mon. An­ders als die an­de­ren Vit­ami­ne, die wir über die Nah­rung zu uns neh­men, kommt es nur in äu­ßerst ge­rin­gen Men­gen in man­chen Le­bens­mit­teln (Eier, Avo­ca­dos) vor. Aus­nah­me: fet­ter Mee­res­fisch wie Ma­kre­le und He­ring. „ Al­lein über das Es­sen den Ta­ges­be­darf ei­nes Er­wach­se­nen von 20 Mi­kro­gramm Vit­amin D zu de­cken, ist des­halb un­rea­lis­tisch“, sagt der Öko­tro­pho­lo­ge Prof. Dr. Ni­co­lai Worm (sie­he Buchtipp). Die ent­schei­den­de Qu­el­le ist die Son­ne, denn mit Hil­fe von Uvb-strah­lung wird über die Haut die Vit­amin-d-bil­dung an­ge­regt.

Wir­kung

Die Vit­amin D ist an vie­len wich­ti­gen Pro­zes­sen im Or­ga­nis­mus be­tei­ligt. Un­ter an­de­rem re­gelt es den Kal­zi­um­stoff­wech­sel und hat da­mit ei­ne Schlüs­sel­rol­le für die Sta­bi­li­tät der Kno­chen. Auch für das Immunsystem ist das Hor­mon un­ver­zicht­bar; dar­über hin­aus be­ein­flusst es un­se­re Stim­mung. Herrscht im Kör­per über län­ge­re Zeit ein Man­gel, kann das un­ter an­de­rem zu er­höh­ter In­fekt-nei­gung, Os­teo­po­ro­se, De­pres­sio­nen und Darm­be­schwer­den füh­ren oder so­gar De­menz und Krebs be­güns­ti­gen. Ak­tiv wer­den Mög­lichst viel Haut, aber min­des­tens Hän­de, Un­ter­ar­me und Ge­sicht drei- bis fünf­mal pro Wo­che fünf bis 15 Mi­nu­ten ge­zielt der Son­ne aus­set­zen: So lau­tet die Ex­per­ten-emp­feh­lung Num­mer eins in den hel­len Mo­na­ten. „ Im Win­ter­halb­jahr sind Vit­amin-d-ta­blet­ten al­ter­na­tiv­los“, sagt Dr. Worm. Er rät, nicht pau­schal zu do­sie­ren, son­dern so viel, dass ei­ne sinn­vol­le Ver­sor­gung (30 – 40 ng/ ml 25-0H-D im Blut) er­reicht ist (Blut­test ma­chen!). Und: D3 ist wirk­sa­mer als das ve­ga­ne D2! Pro­blem Das Stu­di­en zu­fol­ge sind im Jah­res­durch­schnitt 60 Pro­zent, im Win­ter­halb­jahr et­wa 80 Pro­zent der Deut­schen un­ter­ver­sorgt. Denn von Mit­te Ok­to­ber bis Mit­te April ist auf un­se­rem Brei­ten­grad die Uvb-strah­lung nicht in­ten­siv ge­nug. So­gar wäh­rend der Som­mer­mo­na­te droht ein De­fi­zit, da vie­le auf­grund des Haut­krebs­ri­si­kos das Son­nen­ba­den voll­stän­dig mei­den be­zie­hungs­wei­se Cre­mes mit ho­hen Licht­schutz­fak­to­ren be­nut­zen. „ Aber nur, wenn im Som­mer durch häu­fi­ge Son­nen­ex­po­si­ti­on aus­rei­chend Vit­amin D ge­bil­det wur­de, reicht der Spei­cher den gan­zen Win­ter“, so Dr. Worm. Se­nio­ren sind be­son­ders ge­fähr­det, da ih­re Haut mit zu­neh­men­dem Al­ter die Fä­hig­keit ver­liert, Vit­amin D zu bil­den. Was vie­le nicht wis­sen: Da dunk­le Haut­ty­pen ei­nen na­tür­li­chen Uv-schutz ha­ben, brau­chen sie mehr Son­ne als hel­le, um ge­nug Vit­amin D zu bil­den.

Si­gna­le er­ken­nen Zahl­rei­che, meist un­spe­zi­fi­sche Sym­pto­me kön­nen auf ei­nen Vit­amin-d-man­gel hin­wei­sen – von Mü­dig­keit über Haar­aus­fall und re­du­zier­ter Mus­kel­span­nung bis hin zu de­pres­si­ven Ver­stim­mun­gen. Si­cher­heit gibt erst ein Blut­test - ent­we­der beim Arzt oder Heil­prak­ti­ker ma­chen las­sen.

BUCHTIPP

„ Die Heil­kraft von Vit­amin D“von Ni­co­lai Worm, ri­va Ver­lag, 208 Sei­ten, 14,99 Eu­ro.

Pünkt­lich zur dun­k­len Jah­res­zeit war­nen Ex­per­ten vor Vit­amin-d-man­gel, weil un­ser Kör­per die­sen wich­ti­gen Baustein nur un­ter Son­nenEin­fluss bil­den kann. Wer ist be­trof­fen und sind Ta­blet­ten die Lö­sung? Na­tu­rapo­the­ke klärt auf

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