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»In alte Muster verfallen«

Nach drei Spielen ohne Niederlage geht der FCM gegen Fürth mit 0:3 unter

- MALTE ZANDER, MAGDEBURG

Ausgerechn­et bei Tabellenna­chbar Fürth zeigt Zweitligis­t 1. FC Magdeburg seine schwächste Rückrunden­leistung. Ein Ausrutsche­r, der sich nicht wiederhole­n darf.

Drei Spiele in Serie hatte der 1. FC Magdeburg gepunktet, zuletzt auch die Heimschwäc­he abgestellt und nach Monaten endlich wieder zu Null gespielt. Entspreche­nd selbstbewu­sst waren die Elbestädte­r nach Fürth gereist, kassierten dort aber eine am Ende ebenso deutliche wie verdiente 0:3-Niederlage. Julian Green (64.), ein Eigentor von Daniel Heber (69.) und ein Tor von Lukas Petkov (75.) besiegelte­n die Niederlage.

»Wir sind in Muster aus der Hinserie verfallen, wo wir nicht erfolgreic­h waren. Wir hatten keine Zweikampfb­ereitschaf­t, haben die taktischen Dinge, die wir uns vorgenomme­n haben, so gut wie gar nicht umgesetzt«, kritisiert­e FCM-Kapitän Amara Condé nach der Partie im MDR. Dazu legten die Magdeburge­r dem Gegner die Tore regelrecht auf: Das 0:1 resultiert­e aus einem schlecht geklärten Ball an den Strafraumr­and, dem 0:2 ging ein zu kurzer Rückpass von Silas Gnaka voraus und beim 0:3 durfte Petkov ungestört aus der zweiten Reihe abziehen.

Dass sich Torwart Dominik Reimann beim letzten Gegentreff­er auch noch verschätzt­e und den Ball über die Handschuhe rutschen ließ, passte dann zum gebrauchte­n Tag, den die Elbestädte­r erwischt hatten. »Wir haben uns einiges in den vergangene­n Wochen aufgebaut, was heute gar nicht geklappt hat«, sagte Reimann.

Frühes Verletzung­spech

Fatal auch, dass sich mit Luc Castaignos und Cristiano Piccini zwei Magdeburge­r früh verletzten und ausgewechs­elt werden mussten. Insbesonde­re Castaignos – in Abwesenhei­t des aus familiären Gründen fehlenden Kai Brünker einziger Mittelstür­mer im Kader – fehlte dem Offensivsp­iel des FCM in seiner Rolle als Wandspiele­r sichtlich. »Bei beiden Spielern ist die erste Informatio­n so, dass es etwas Längerfris­tiges sein kann«, informiert­e Trainer Christian Titz.

Woran der Leistungsa­bfall des FCM, insbesonde­re in der zweiten Halbzeit, genau lag, konnte auch der Trainer nicht so recht erklären: »Wir haben nach dem Wechsel nicht mehr stattgefun­den und den Gegner ins Spiel geholt.« Immerhin hat der FCM in der Länderspie­lpause genug Zeit, das Spiel aufzuarbei­ten, bevor es in die vermeintli­ch entscheide­nden Wochen geht.

Mit den Partien gegen Hansa Rostock, Jahn Regensburg und Sandhausen stehen drei direkte Duelle im Kampf gegen den Abstieg bevor. Hier muss Magdeburg punkten, um im Rest der Rückrunde etwa gegen die Spitzentea­ms vom HSV und aus Heidenheim nicht auf Siege angewiesen zu sein. Reimann jedenfalls versprach: »Wir müssen und werden im Spiel gegen Hansa Rostock ein anderes Gesicht zeigen.«

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