Ein Ver­trag vol­ler Plä­ne

Die Par­tei­en CDU, CSU und SPD ha­ben nun ei­nen di­cken Sta­pel Pa­pier un­ter­zeich­net. War­um sie das ta­ten und was das für un­ser Land be­deu­tet, er­fährst du hier

Neu-Ulmer Zeitung - - Bayern -

Wenn bei Klas­sen­ver­samm­lun­gen vie­le Men­schen re­den, schreibt am bes­ten je­mand die wich­tigs­ten Punk­te auf. Sonst weiß spä­ter kei­ner mehr so ge­nau, was be­spro­chen wur­de. So ähn­lich ist das auch in der Po­li­tik. Die Par­tei­en CDU, CSU und SPD ha­ben nun in Ber­lin ei­nen Ver­trag un­ter­zeich­net. Er heißt Ko­ali­ti­ons­ver­trag.

Ko­ali­ti­on be­deu­tet, dass die drei Par­tei­en CDU, CSU und SPD zu­sam­men re­gie­ren. Die­se Re­gie­rung wird auch GroKo ge­nannt, als Ab­kür­zung für Gro­ße Ko­ali­ti­on.

Die Par­tei­en hat­ten lan­ge mit­ein­an­der dar­über ge­re­det, wel­che The­men sie als Re­gie­rung an­pa­cken wol­len. Die­se Plä­ne ste­hen jetzt im Ko­ali­ti­ons­ver­trag. Das ist ein ziem­lich di­cker Sta­pel Pa­pier, ins­ge­samt 177 Sei­ten.

Es kann sich aber trotz­dem noch et­was än­dern

Da steht et­wa, dass die Re­gie­rung Fa­mi­li­en mehr Geld ge­ben will. Das Kin­der­geld soll ins­ge­samt um 25 Eu­ro im Mo­nat stei­gen. Au­ßer­dem will sie sich neue Re­geln für die Zu­wan­de­rung über­le­gen. Zu­wan­de­rer sind Men­schen, die aus an­de­ren Län­dern nach Deutsch­land kom­men.

Ob­wohl die Po­li­ti­ker jetzt ei­nen Ver­trag un­ter­zeich­net ha­ben, kann sich an den Plä­nen noch et­was än­dern. Für man­che The­men ha­ben die Par­tei­en Ex­per­ten­grup­pen ge­bil­det. So ei­ne Grup­pe soll zum Bei­spiel Plä­ne zum Kli­ma­schutz er­ar­bei­ten. Nicht al­le fin­den die Plä­ne der GroKo gut.

Es gibt aber auch Kri­tik an den Vor­ha­ben

Kri­tik gibt es zum Bei­spiel von an­de­ren Par­tei­en und Ver­bän­den, die be­stimm­te In­ter­es­sen ver­tre­ten. Sie fin­den et­wa, dass sich durch die Plä­ne der Re­gie­rung nicht ge­nug für al­te und kran­ke Men­schen ver­bes­sert.

Heu­te soll An­ge­la Mer­kel zur Kanz­le­rin ge­wählt wer­den. Dann hat die neue Re­gie­rung wie­der ei­ne Che­fin und kann rich­tig los­le­gen.

Fo­to: dpa

Das ist der Ver­trag, den die Po­li­ti­ker un ter­zeich­net ha­ben.

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