Das wol­len die Grü­nen in El­chin­gen um­set­zen

Neu-Ulmer Zeitung - - Neu-ulm Und Umgebung - VON ANDRE­AS BRÜ­CKEN

Auf­takt Mit öko­lo­gi­schen und so­zia­len Zie­len wol­len die 20 Kan­di­da­ten mög­lichst vie­le Sit­ze im Ge­mein­de­rat be­kom­men

Obe­rel­chin­gen Auf dem Buf­fet ste­hen ve­ge­ta­ri­sche Ge­rich­te und an die Be­su­cher wer­den in Wachs ge­tränk­te Baum­woll­tü­cher als Al­ter­na­ti­ve zur Frisch­hal­te­fo­lie ver­schenkt – kei­ne Fra­ge, die Grü­nen in El­chin­gen set­zen ihr Pro­gramm auch zum Wahl­kampf­auf­takt in die Tat um. Ein­deu­tig be­kannt hat sich Fa­bi­an Schul­ze, der auf Platz vier der Lis­te zu fin­den ist, für ein „nach­hal­ti­ges und le­ben­di­ges Le­ben in El­chin­gen“. Auch Uli Holl­mann, als zehn­ter Wahl­vor­schlag der Par­tei, plä­diert da­für, dass in der Ge­mein­de un­ter an­de­rem bei der Pro­duk­ti­on und Her­kunft der Nah­rungs­mit­tel mehr Be­wusst­sein Ein­zug hält.

Doch nicht nur öko­lo­gi­sche The­men lie­gen den 20 Be­wer­bern am

Her­zen: Für die Spit­zen­kan­di­da­tin Ja­na Sch­lin­den­busch ist, wie für vie­le wei­te­re ih­rer Par­tei­kol­le­gen, der Aus­bau der Kin­der- und Ju­gend­be­treu­ung so­wie der Er­halt der Se­nio­ren­be­treu­ung in El­chin­gen wich­tig.

Gleich­zei­tig sol­len die Al­ter­na­ti­ven zum Au­to durch ein at­trak­ti­ves Nah­ver­kehrs­kon­zept und Car­sha­ring ge­schaf­fen wer­den.

Ähn­lich sieht es auch Tho­mas Böhm, der auf dem zwei­ten Lis­ten­um­welt­freund­li­chen platz steht: „Der Ver­kehr in El­chin­gen wird neu ge­dacht wer­den müs­sen.“Fuß­gän­ger, Rad­fah­rer, Kraft­ver­kehr und öf­fent­li­che Ver­kehrs­mit­tel müss­ten auf­ein­an­der ab­ge­stimmt wer­den, er­klärt Böhm.

Sa­bi­ne Deh­ner als Dritt­plat­zier­te for­dert ne­ben ei­ner be­darfs­ge­rech­ten Ent­wick­lung der Kin­der­be­treu­ung und so­zia­ler Ge­rech­tig­keit für al­le Al­ters­grup­pen ei­ne trans­pa­ren­te Kom­mu­nal­po­li­tik mit ak­ti­ver Bür­ger­be­tei­li­gung.

Für Kan­di­da­tin

Lo­re Kin­der­mann ist der Kli­ma­wan­del und das Ar­ten­ster­ben nicht nur Sa­che der Bun­des­po­li­tik, son­dern ein The­ma, das vor der Haus­tü­re an­ge­packt wer­den müs­se: „Wir müs­sen uns für die An­sie­de­lung von

Be­trie­ben und lo­ka­len Lä­den ein­set­zen.“Ähn­lich schil­dert es auch Nor­bert Alz­mann: „Kli­ma­schutz be­ginnt auf dem ei­ge­nen Tel­ler.“

Im ver­gan­ge­nen Herbst hat­ten sich die Grü­nen aus den Rei­hen der El­chin­ger Um­welt­lis­te (Eu­le) her­aus ge­grün­det (wir be­rich­te­ten). Dre­hund An­gel­punkt bis da­hin war un­ter an­de­rem der Ge­mein­de­rat Man­fred Bitt­ner, der nun auf dem let­zen Lis­ten­platz zu fin­den ist. Er spricht sich für den Er­halt von un­ver­bau­ten Flä­chen im Ort aus, was ihm Kri­tik aus den Be­su­cher­rei­hen ein­brach­te. Stimm­te doch Bitt­ner im Ge­mein­de­rat für das Neu­bau­ge­biet: „Wer in ei­nem ka­pi­ta­lis­ti­schen Sys­tem für mehr Wohn­raum stimmt, muss sich auch da­mit ab­fin­den, dass In­ves­to­ren ge­win­n­op­ti­miert pla­nen“, recht­fer­tig­te sich Bitt­ner.

Fo­to: Andre­as Brü­cken

Aus der Um­welt­lis­te El­chin­gen wur­den vor ei­ni­gen Mo­na­ten die Grü­nen. Jetzt stell­ten die Mit­glie­der ih­re Zie­le für den Ge­mein­de­rat vor.

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