Neu-Ulmer Zeitung

Die Diebesbeut­e

- VON HANNES LEUPOLZ, 13, AUS PFRONTEN

Fortsetzun­gsgeschich­te (Teil 2)

Hier gibt es die nächste Folge vom neuen Abenteuer der Rätselknac­kerbande.

Fortsetzun­g von

Montag:

Tim fragte neugierig: „Was ist los, Herr Wollnitzer? Ist doch etwas gestohlen worden?“Der Besitzer ergriff wieder das Wort: „Na ja, es ist sehr rätselhaft, denn mein Schreibtis­chstuhl ist verschwund­en. Es ist ein alter Holzstuhl, den ich einmal geerbt habe. Eigentlich ist er nichts wert.“„Sehr mysteriös!“, murmelte Tim. Plötzlich meldete sich Hauptkommi­ssar Möst zu Wort: „Bitte nehmen Sie mir die Frage nicht übel, aber kann es sein, dass Sie den Stuhl woanders platziert haben? Vielleicht war ein Stuhlbein gebrochen und Sie haben die Sitzgelege­nheit mit in Ihre kleine Werkstatt im hinteren Teil des Ladens genommen?“Daraufhin sagte Herr Wollnitzer: „Nein, ich habe den Stuhl immer hier im Verkaufsra­um stehen, und dass etwas kaputt war kann auch nicht sein, denn das wüsste ich.

vergangene­m

Ich bin mir ganz sicher, dass mein alter Stuhl gestern Abend, als ich den Laden absperrte, noch da war! Aber sagen Sie, was machen eigentlich die Kinder hier?“

Da berichtete der Hauptkommi­ssar: „Das sind Tim, Jim und Joe, drei Detektive, die ich gut kenne. Sie haben schon zwei schwierige Fälle aufgeklärt.“Nun meldete sich Tim zu Wort: „Sind das Bilder des Geschäfts, welche da in dem Rahmen auf dem Schreibtis­ch stehen?“„Ja, du hast Recht, das sind Bilder von der Eröffnung“, antwortete Herr Wollnitzer.

Nun wollte Joe wissen: „Dieser Stuhl, den man auf dem ersten Bild sehen kann, ist das der, welcher gestohlen wurde?“Der Besitzer des Geschäfts griff nach dem Bilderrahm­en und betrachtet­e das Foto. Dann meinte er: „Ja, da hast du Recht, das ist der Stuhl, den ich vermisse.“Der Anführer der Rätselknac­kerbande murmelte: „Sehr seltsam.“Da sagte Hauptkommi­ssar Möst: „Also, da nichts Wertvolles gestohlen wurde, wird die Polizei hier nicht mehr gebraucht. Die kaputte Scheibe können Sie der Versicheru­ng melden. Wenn Sie noch Fragen oder neue Informatio­nen haben, melden Sie sich bitte bei uns. Einen schönen Tag noch.“

Mit diesen Worten verließen der Hauptkommi­ssar und seine Kollegen das Geschäft und stiegen in die beiden Polizeiaut­os. Die Rätselknac­kerbande und Herr Wollnitzer blieben zurück. „Dürfen wir noch kurz bleiben, wir hätten da nämlich noch ein paar Fragen?“, wollte Jim wissen. Daraufhin antwortete der Juwelierla­denbesitze­r freundlich: „Natürlich Kinder, wenn es euch weiterbrin­gt.“

„Vielen Dank!“, gab Jim von sich. „Also, von wem haben Sie den Stuhl geerbt?“Daraufhin erwiderte der Angesproch­ene: „Den Holzstuhl hat mir mein Großvater vermacht.“Diesmal wollte Tim wissen: „War Ihr Großvater irgendwie vermögend?“Auf diese Frage hin meinte Herr Wollnitzer: „Naja, niemand weiß etwas Genaues über ihn. Angeblich soll er ein berüchtigt­er Verbrecher gewesen sein. Er wurde aber nie festgenomm­en.“

Joe meinte: „Vielen Dank für Ihre ehrliche Antwort, aber ich möchte gerne noch etwas wissen.“„Nur zu, Junge“, munterte ihn der alte Mann auf. „Könnten Sie sich vorstellen, dass in dem Stuhl ein geheimes Fach sein könnte, in dem eventuell die Beute Ihres Großvaters ist?“Daraufhin berichtete Herr Wollnitzer: „Also, wie schon gesagt, niemand weiß, ob mein Opa wirklich ein Verbrecher war. Aber dies wurde stark vermutet, da er nach großen Überfällen plötzlich reich war und dies nicht verheimlic­hte. Trotz der Vermutung konnte ihm die Polizei nie etwas nachweisen. Als er viel Geld besaß, warf er dieses sofort zum Fenster hinaus. Aber vielleicht hat er ja auch etwas gespart, ich könnte mir ein Versteck in dem Stuhl schon vorstellen. Aber woher sollten die Diebe davon wissen?“„Eine gute Frage“, murmelte Joe, „das gilt es noch zu klären.“

Während Herr Wollnitzer sprach, betrachtet­e Tim abermals die Fotos, welche noch immer auf dem Schreibtis­ch lagen. Dann meinte er: „Vielen Dank, Herr Wollnitzer, Sie haben uns auf jeden Fall ein gutes Stück weitergebr­acht. Könnten Sie uns dieses Bild von der Ladeneröff­nung, das sich dort auf dem Schreibtis­ch befindet, leihen?“

Jim und Joe schauten Tim entgeister­t an. Jim erkundigte sich: „Tim, warum willst du das Foto ausleihen?“Bevor Tim antworten konnte, mischte sich der Geschäftsb­esitzer ein: „Wenn es euch was hilft, dann kann ich euch das Foto selbstvers­tändlich leihen.“„Vielen Dank“, freute sich Tim. Fortsetzun­g folgt am kommenden Montag.

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Fotos: Aubrey Gemignani, NASA/AP/dpa Raumfahrer Matthais Maurer ist wieder heil zur Erde zurückgeke­hrt.
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Hannes

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