Neu-Ulmer Zeitung

Spektakulä­rer Unfall am Wiblinger Ring

- VON THOMAS HECKMANN

Über einhundert Gaffer – drei Menschen verletzt

Ulm Es krachte, weil ein Autofahrer beim Linksabbie­gen nicht auf ein entgegenko­mmendes Auto achtete. Nach den bisherigen Ermittlung­en der Polizei war ein 39-jähriger VW-Fahrer kurz vor 21 Uhr abends auf dem Wiblinger Ring von der B30 kommend in Richtung Tannenplat­z unterwegs. Beim Versuch, nach links in die Reutlinger Straße abzubiegen, übersah er einen entgegenko­mmenden Fiat.

Durch den Zusammenst­oß kippte der Fiat auf die Beifahrers­eite. Die 41-jährige Fiat-Fahrerin und die beiden jeweils 39 Jahre alten Mitfahrer, ein Mann und eine Frau, mussten verletzt in ein Krankenhau­s gebracht werden. Der 41-jährige Unfallveru­rsacher blieb unverletzt, wurde aber auch noch von der Polizei in ein Krankenhau­s gebracht. An der Unfallstel­le erkannten die Polizisten, dass der Mann unter Alkoholein­fluss stand, für den genauen Wert seiner Alkoholisi­erung war eine Blutentnah­me erforderli­ch. Besonders schnell vor Ort war auch die Wiblinger Feuerwehr, die zeitgleich eine Übung im Industrieg­ebiet Donautal absolviert­e. Da befürchtet wurde, dass in dem umgekippte­n Auto Insassen eingeklemm­t sind, rückte auch die Feuerwehr der Hauptwache mit weiterem Rettungsge­rät an. Neben den Unfallermi­ttlungen musste sich die Polizei auch um zahlreiche Gaffer kümmern, die offenbar durch die Martinshör­ner und soziale Medien angelockt wurden.

Die Kreuzung musste durch Absperrbän­der weiträumig abgesperrt werden, um die Zuschauend­en aus der Einsatzste­lle fernzuhalt­en, gleichzeit­ig aber Unfallbete­iligte und Ersthelfer befragen zu können. Überwiegen­d wurden die Absperrung­en akzeptiert, bei kleineren Diskussion­en hatte die Polizei die Oberhand und konnte die Neugierige­n dazu bewegen, hinter die Absperrung zurückzuge­hen. Bis zur Bergung der Unfallfahr­zeuge durch zwei Abschleppw­agen musste der Wiblinger Ring gesperrt bleiben, daher war auch die Buslinie 4 blockiert und musste eine Umleitungs­strecke benutzen. Den Sachschade­n gibt die Polizei mit rund 9000 Euro an. (AZ)

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