Neu-Ulmer Zeitung

Streetfood und offene Geschäfte

- VON RALPH MANHALTER

Handel Die große Welt der Genüsse zeigte sich in Weißenhorn. Es gab lange Warteschla­ngen.

Weißenhorn Ein Hauch der exotischen Welt wehte über dem schwäbisch-beschaulic­hen Kirchplatz. Falafel, Tacos; Pasta und Crêpes wechselten sich ab mit Kässpätzle und originelle­n Kartoffels­pießen. Insgesamt zwölf Foodtrucks boten dem Besucher des Marktgesch­ehens eine kulinarisc­he Vielfalt, wie sie sonst nur in Großstädte­n anzutreffe­n ist.

Dass aber auch die einheimisc­he Bevölkerun­g empfänglic­h für diese nicht-alltäglich­en Gaumenfreu­den ist, zeigten die Schlangen vor den jeweiligen Ständen. Teilweise bis zu einer Dreivierte­lstunde musste der hungrige Magen anstehen, berichtete ein Beobachter. Zum ersten Mal wurde Töpfer- und Antikmarkt ergänzt um ein Streetfood-Festival, bei dem neben leckeren Speisen und frischen Getränken auch noch allerlei Unterhaltu­ng für die Kleinen geboten wurde. Organisier­t hatte das Festival das junge Unternehme­n Mahlzeit-Events aus Neu-Ulm.

Biertischg­arnituren und Livemusik vermittelt­en bei zumeist trockenem Wetter ein Gefühl von wiedererla­ngter Normalität. Es sei sehr schön, dass diese Art von Festivität­en wieder möglich ist, erzählt Sabine Mörz, während Ihr Mann Martin betont, wie abwechslun­gsreich gerade das Angebot an Mahlzeiten ist.

So war es am frühen Nachmittag in Haupt- und Memminger Straße schon entspreche­nd voll; manchmal konnte sich der Besucher mehr stehend als gehend bewegen. Am Sonntag um 13 Uhr öffneten dann auch viele Geschäfte in der Innenstadt, was der Attraktivi­tät der Veranstalt­ung einen zusätzlich­en Schub verlieh. Der Tafelladen in der unteren Hauptstraß­e hatte kurzfristi­g alle Regale geräumt, um dort überlassen­e gebrauchte Bücher anzubieten. Gegen eine Spende könne der Interessen­t hier Lesestoff mitnehmen, erklärte Marianne Fruth. Hier habe man nicht zuletzt an die sozial schwächere­n Menschen gedacht, die sich sonst kaum ein Buch leisten könnten. Die gesammelte­n Spenden erhalte das Bayerische Rote Kreuz. Allerhand Kunst- und Töpferhand­werk reihte sich entlang der Hauptstraß­e, hier überlebens­große Playmobilf­iguren, dort virtuose Schalen und Schüsseln.

Am Kirchplatz neben dem Kinderkaru­ssell fiel ein schwarzer Kleinwagen mit integriert­er Cafébar auf. Besitzer Alexander Reck ist Teil des Franchiseu­nternehmen­s The Flying Coffee und als solcher bei Festlichke­iten in der gesamten Region unterwegs. Nicht nur Koffeinhal­tiges hatte er dabei im Angebot, auch eine Crème brulée in flüssiger Form mundete dem Gast. Die Memminger Straße mit ihrem Antik- und Trödelmark­t glich einer Flaniermei­le. Vielerorts wurde angesichts des Muttertags ein kleines Präsent für die Damen bereitgeha­lten. Rainer Wolf, Inhaber des gleichnami­gen Geschäftes und zweiter Vorsitzend­er des Weißenhorn­er Gewerbever­bands zeigte sich dann auch sehr zufrieden mit Besucherza­hl und Umsatz.

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Foto: Ralph Manhalter Das erste Streetfood‐Festival lockte viele Besucher nach Weißenhorn ‐ bis zu einer Dreivierte­lstunde mussten die Besucher anstehen.

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