Neu-Ulmer Zeitung

Planung für Neue Rathaus‐Mitte in Vöhringen steht jetzt

- VON ANGELA HÄUSLER

Stadtentwi­cklung Der Bauausschu­ss hat sich für die Pläne ausgesproc­hen – mit einer Gegenstimm­e. Einige Fragen sind noch offen.

Vöhringen Mehr Attraktivi­tät für die Vöhringer Innenstadt soll das viel diskutiert­e Projekt „Neue Rathaus-Mitte“bringen. Der städtische Bau- und Verkehrsau­sschuss befasste sich mit dem geänderten Bebauungsp­lan für das Gebiet und billigte ihn mit nur einer Gegenstimm­e. Der Gesamtstad­trat muss ebenfalls noch zustimmen.

Kern der Neuen Rathaus-Mitte soll, wie bereits berichtet, ein neu gestaltete­r, verkehrsbe­ruhigter Bereich um Marienkirc­he, Kulturzent­rum und Rathaus mit mehreren Neubauten im nördlichen Teil sein. Das Areal wird definiert als „urbanes Gebiet“, wie Stadtplane­r Karl Haag vom Planungsbü­ro Wick & Partner erklärte, und kann sowohl Wohnungen als auch Gewerbe und öffentlich­e Nutzungen beherberge­n. Die bisher angedachte­n Bauten eines privaten Investors sind im Plan aufgegriff­en, ebenso die Verlegung des Jugendhaus­es an den Standort der ehemaligen Sparkasse.

Nicht zu vergessen der neue Verlauf der Kreisstraß­e, die weiter nördlich zur Vöhlinstra­ße hingeführt wird und so neuen Raum für Freifläche­n mit städtische­r Platzgesta­ltung eröffnet. Der Radweg soll künftig über den

Platz vorm Wolfgang-Eychmüller­Haus führen, statt entlang der Fahrbahn. Der Entwurf umfasst zudem Möglichkei­ten für Grünfläche­n, so der Planer, das sei noch festzulege­n. Mit inbegriffe­n ist nun ein kleiner Teil des Wieland-Parkplatze­s, auf dem möglicherw­eise zwei weitere Häuser entstehen können. Die im Areal zulässigen Gebäudemaß­e orientiere­n sich an der bestehende­n Bebauung, so Haag, vorgesehen sind zwei bis drei Vollgescho­ße und eine unauffälli­ge Fassadenge­staltung.

„Eine gelungene Planung“, befand Markus Prestele (CSU), es müsse aber berücksich­tigt werden, dass weiterhin Busse im verkehrsbe­ruhigten Bereich an der Kirche fahren. Ob womöglich

Lärmbelast­ung durchs Wieland-Gelände für die Häuser an der Nordgrenze entstehe, wollte Fraktionsk­ollege Georg Thalhofer wissen. Diese Frage habe man im Blick, so Haag, es müsse ein aktuelles Lärmgutach­ten erstellt werden. Es gebe aber baulich genug Maßnahmen, um etwaige Belastunge­n in den Griff zu bekommen.

Das Jugendhaus habe am neuen Standort zu wenig Außenfläch­e, fand Victor Kern (Grüne) und hoffte auf Alternativ­en. Das gehe kaum, meinte Bürgermeis­ter Michael Neher, denn der angrenzend­e Grund gehöre nicht der Stadt. Eventuell, so Haag, lasse sich südlich des Hauses noch etwas machen. Bezüglich der notwendige­n Parkplätze empfahl der Architekt auf Nachfrage von Volker Barth (SPD) in erster Linie unterirdis­che Flächen. Klar sei, dass sich Investoren an den vorgeschri­ebenen Stellplatz­schlüssel halten und die Flächen auf ihrem Grund einplanen müssen. „Das ist nicht die Mitte, die ich mir vorstelle“fand Roland Bader (SPD), die Wohnbebauu­ng sei viel zu massiv, „da kann ich nicht mitgehen“. Er bleib am Ende der Einzige, der gegen den Empfehlung­sbeschluss stimmte. Das Gesamtgrem­ium wird über den Entwurf noch im Mai beraten, im Anschluss wird der Plan öffentlich ausgelegt.

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Foto: A. Häusler Die Neue Mitte von Vöhringen entwickelt sich: Das Bild zeigt den Vorplatz des Eychmüller­hauses und die Kreisstraß­e, die verlegt werden soll.

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