Neu-Ulmer Zeitung

Jetzt geht es um einen Abschied mit Anstand

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Bei Neu-Ulm spielt sogar Trainer Staiger

Neu‐Ulm Es soll einfach nicht sein: Auch am Samstag verlor der TSV Neu-Ulm sein Heimspiel gegen den TSV Bad Boll knapp mit 1:2. „Ein Unentschie­den wäre gerecht gewesen“, sagte Trainer Cem Staiger, für dessen Mannschaft es in den verbleiben­den Spielen jetzt endgültig nur noch darum geht, sich achtbar aus der württember­gischen Fußball-Landesliga zu verabschie­den. Staiger, der sich aufgrund der angespannt­en personelle­n Situation kurz vor Spielende sogar noch selbst einwechsel­n musste, konnte seinen Schützling­en diesmal keinen Vorwurf machen. Nach dem schwachen Auftritt am vergangene­n Mittwoch gegen die SSG Ulm hatte er noch die Einstellun­g einzelner Spieler bemängelt. Am Samstag musste NeuUlm eine frühe Gästeführu­ng hinnehmen. Michael Merk hatte einen Bad Boller Angreifer im Strafraum zu Fall gebracht, Meksud Colic nahm dankend an und verwandelt­e den Elfer zum 0:1 (2.). Neu-Ulm brauchte eine ganze Weile, um diesen Rückschlag zu verdauen. Spätestens nach dem 1:1 durch Nole Stanic (31.) verlief die Partie ausgeglich­en. Alexandro Casullo und Stanic versäumten es, ihre Möglichkei­ten zu nutzen. Bis auf das Ergebnis änderte sich nach der Pause wenig. Colic schoss Bad Boll erneut in Führung (50.). Anschließe­nd hatten die Gastgeber mehrfach Pech. Nach einem Schuss von Niko Passaro landete der Ball am Pfosten und Nico Kurz ließ eine weitere Chance zum Ausgleich ungenutzt.

TSV Neu‐Ulm: Sulejman – Merk (90.+1 Staiger), D. Schuhmache­r, Rupp, R. Schuh‐ macher – Kögel, Casullo, Passaro, Beer (84. Patent), N. Kurz (69. Schlotter) – Sta‐ nic (39.Ufschlag).

Einen ungefährde­ten 2:0-Sieg feierte der TSV Buch am Samstag beim SV Waldhausen. „Das war eine herausrage­nde Mannschaft­sleistung“, schwärmte Pressewart Steffen Amann vom bärenstark­en und konzentrie­rten Auftritt des eigenen Teams. Allerdings hatte er sich auch von den Gastgebern mehr Gegenwehr erwartet. Nach einer guten Viertelstu­nde stand Patrick Sailer am hinteren Pfosten genau richtig und konnte eine Flanke von Timo Leitner zur 1:0 Führung verwerten (17.). Buch hatte fortan alles unter Kontrolle, ohne dabei jedoch vorerst selbst größere Gefahr zu versprühen. Nach dem Seitenwech­sel war Sailer der Vorbereite­r. Er setzte sich durch und bediente Markus Bolkart so präzise, dass der nur noch den Fuß hinhalten musste (53.). Diesen 2:0-Vorsprung brachten die Bucher dann ohne Schwierigk­eiten über die restliche Spielzeit.

TSV Buch: Maier – Spann, Amann, Mer‐ kel, Zott – Sailer (62. Riedel), Zeh (82. Trum), Freybott (71. Negele), Bolkart (62. Egle) – Schrapp, Leitner.

Eine unnötige, weil durchaus vermeidbar­e Niederlage musste die SSG Ulm am Samstag beim 1. FC Frickenhau­sen einstecken. Dabei gelang den Gastgebern der Treffer zum 3:2-Erfolg erst in der Nachspielz­eit. „Wir waren da zu naiv und kleckerten rum, anstatt den Ball wegzuschla­gen“, ärgerte sich SSGTrainer Bernd Pfisterer hinterher. Frickenhau­sen stellte in Halbzeit eins das bessere Team und lag dementspre­chend durchaus verdient zur Pause mit 2:1 vorn. Giuseppe Piracchio hatte dazu beide Tore des FC erzielt (16., 35.). Björn Haußer, mit einem direkt verwandelt­en Eckball, zwischenze­itlich für die Ulmer ausgeglich­en (23.). Nach dem Seitenwech­sel gab die SSG den Takt vor, konnte jedoch erst spät durch einen Elfmeter erneut egalisiere­n. Ruben Beneke war gefoult worden und Tobias Häußler schoss vom Punkt aus zum 2:2 ein (89.). Nedim Pepic profitiert­e schließlic­h beim späten Frickenhau­ser Siegtreffe­r von der Ulmer Nachlässig­keit (90.+1). (jürs)

SSG Ulm: Apel – Bölstler, M. Walter (78. Schmidt), B. Walter, Aggeler – Beneke, Haußer, Reichl, Strobel – Häußler, Kraus (61. Straub).

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