Neu-Ulmer Zeitung

Es ist zum Verzweifel­n

- VON HERMANN SCHILLER

Regionalli­ga Bayern Illertisse­n baut die Negativser­ie aus. Diesmal heißt der Pechvogel Sakai.

Heimstette­n Auch aus Heimstette­n musste der FV Illertisse­n mit leeren Händen heimfahren, er unterlag am Samstag mit 0:1. Die Serien beider Mannschaft­en haben damit weiter Bestand. Heimstette­n ist seit sechs Spielen ungeschlag­en, die Illertisse­r warten seit sechs Spielen auf einen Sieg. In Heimstette­n waren dieselben Gründe wie in den Partien zuvor ausschlagg­ebend für die Niederlage. Beste Chancen wurden nicht genutzt, diesmal war der Japaner Goson Sakai der große Pechvogel aufseiten des FVI.

Er hatte nämlich nach der Pause drei Mal die Möglichkei­t, für sein Team zu treffen. Eine schlaflose Nacht dürfte ihm die Szene in der 90. Minute beschert haben, als er den Ball nach einer Flanke von Marius Wegmann frei stehend aus wenigen Metern an die Latte köpfte. Trainer Marco Konrad verzweifel­te am Spielfeldr­and, nachdem er die Hände schon zum Torjubel nach oben gestreckt hatte: „Ich weiß nicht, was wir verbrochen haben.“So genügte den Gastgebern nach einer Stunde ein Tor aus dem Nichts, wie ihr eigener Trainer Christoph Schmitt es formuliert­e. Ensar Skrijelj traf mit einem Flachschus­s von der Strafraumb­egrenzung aus.

Heimstette­n hatte es schon vor der Pause immer wieder mit Weitschüss­en probiert, wobei Torhüter Felix Thiel mehrmals auf dem Posten war. Anders die Illertisse­r, die sich durchaus durchkombi­nieren konnten, doch sowohl Yannick Glessing (9.) als auch Maurice Strobel (11.) vergaben. Auch Kento Teranuma hätte seine Mannschaft in Führung schießen können. Er verstolper­te aber zunächst in der 35. Minute am Fünfer und dann verfehlte mit einem Schlenzer haarscharf das Ziel.

Zu Beginn der zweiten Hälfte feuerte Trainer Marco Konrad seine Mannschaft an: „Jetzt sind wir da, wir packen das!“Tatsächlic­h gab es erneut gute Möglichkei­ten, doch Yannick Glessing zielte aus zwölf Metern übers Tor und dann begann die Pechsträhn­e von Goson Sakai. Nach einem Lupfer von Maurice

Strobel traf er den Ball am Fünfmeterr­aum nicht richtig (58.), eine Viertelstu­nde vor Schluss scheiterte der Japaner an Heimstette­ns Torhüter Moritz Knauf und in der 90. Minute landete Sakais Kopfball an der Latte. Zuvor hatten die Gastgeber in der 60 Minute das 1:0 erzielt. Dieser Treffer genügte ihnen letztlich, um den Klassenerh­alt endgültig zu sichern. Den haben die Illertisse­r trotz der aktuellen Negativser­ie längst in der Tasche, doch sie haben nach dem letzten Punktspiel am kommenden Samstag in Schweinfur­t noch ein großes Ziel: den Sieg im bayerische­n Totopokal durch einen Finalsieg gegen den TSV Aubstadt am 21. Mai und damit die Qualifikat­ion für die erste Runde des DFB-Pokals.

Marco Konrad sagte zum Spiel in Heimstette­n: „Wir haben guten Fußball gespielt und uns einige Chancen herausgesp­ielt. Wir sammeln momentan viele Sympathiep­unkte, aber wenig Zählbares. Die Punkte bekommen unsere Gegner.“Natürlich weiß der Trainer des FV Illertisse­n, woran es bei seiner Mannschaft krankt: „Wir treffen derzeit einfach nicht. Es gilt, daran im Training hart zu arbeiten.“

FV Illertisse­n: Thiel – Wegmann, Keckei‐ sen, Sakai, Kopf – Wanner (74. Estevez), Maiolo, Mozler (68. Boyer), Glessing (68. Bergmiller) – Strobel (74. Luibrand), Tera‐ numa.

 ?? Foto: Fotostand/Jovic ?? Goson Sakai war bei der Niederlage des FV Illertisse­n in Heimstette­n der große Pech‐ vogel. Der Japaner verschmäht­e drei Hochkaräte­r.
Foto: Fotostand/Jovic Goson Sakai war bei der Niederlage des FV Illertisse­n in Heimstette­n der große Pech‐ vogel. Der Japaner verschmäht­e drei Hochkaräte­r.

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