Neu-Ulmer Zeitung

Fußball kann auch so aussehen

- VON MICHAEL SCHUSTER

Bezirkslig­a‐Topspiel Obenhausen tut sich gegen Hüttisheim lange schwer und gewinnt doch noch klar. Auch deswegen wird nur am Rande über eine „teambilden­de Reise“diskutiert.

Burlafinge­n Der TSV Obenhausen konnte bei seinem Spiel in Hüttisheim eine Blamage abwenden und gewann am Ende noch deutlich mit 6:2. Obenhausen benötigt die Punkte und die Tore im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Bezirkslig­a bitter. Der FC Hüttisheim steht dagegen als erster Absteiger fest.

Es war eine Partie, die der unkundige Zuschauer wohl kaum mit Bezirkslig­a-Fußball in Verbindung gebracht hätte. Hüttisheim konnte in keiner Phase verbergen, warum es in 27 Spielen nur zu mickerigen fünf Punkten gereicht und das Leder schon satte 122 Mal im eigenen Kasten eingeschla­gen hat. Auf der Gegenseite waren eine Reihe von Obenhausen­er Spielern erst am Samstagnac­hmittag von einer „teambilden­den Reise“nach Düsseldorf zurückgeke­hrt und hatten massive Probleme, sich die Müdigkeit aus den Knochen zu schütteln. In Anbetracht der nach wie vor prekären Tabellensi­tuation sorgte dieser Ausflug bei einigen TSV-Anhängern für Unverständ­nis.

Auch die Eigendynam­ik, die diese Partie entwickelt­e, war eigentlich Gift für die Mannschaft von Interimstr­ainer Jürgen Zwatschek. Hüttisheim begann durchaus engagiert. Der erste kapitale Bock führte jedoch gleich zum ersten Gegentreff­er. Enzo Mingoia traf für die Gäste (6.). Obenhausen war somit ohne große Anstrengun­g zur Führung gekommen und schien sich dadurch sicher zu fühlen. Der TSV hielt den eigenen Aufwand erschrecke­nd gering und leistete sich zudem individuel­le Fehler. Osman Göknar profitiert­e zweimal (27., 48.) und schoss das Schlusslic­ht in Front. Zwatschek reagierte jetzt, brachte seinen Sohn Dominik und löste zudem Moritz Schröter aus der Viererkett­e. Enzo Mingoia erntete mit seinem Treffer die ersten Früchte (64.). Nur eine Minute später holte sich Hüttisheim­s Tobias Speidel eine Ampelkarte ab (65.). Dominik Zwatschek profitiert­e mit einem Abstauber direkt (66.) und Moritz Schröter (68.) entschied kurz darauf das Spiel. Die beiden Treffer des emsigen Dalibor Bratic (86./FE., 90.) waren nur noch für das Torverhält­nis wichtig.

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