War­um die Bahn auch Ti­ckets oh­ne Re­ser­vie­rung ver­kauft

Neuburger Rundschau - - Geld & Leben -

● Die Deut­sche Bahn hält an Ti­ckets oh­ne Re­ser­vie­rung fest. Es sei ein „Teil der Frei­heit“, auch oh­ne Re­ser­vie­rung in ei­nen be­lie­bi­gen Zug stei­gen zu kön­nen, er­klär­te Vor­stands­chef Richard Lutz beim In­ter­na­tio­na­len Club Frank­fur­ter Wirt­schafts­jour­na­lis­ten. Die Bahn wer­de da­her an dem of­fe­nen Sys­tem mit Flex-Ta­ri­fen fest­hal­ten und wei­ter ver­su­chen, die Nach­fra­ge über das Preis­sys­tem auf we­ni­ger ge­nutz­te Zei­ten zu len­ken.

● Das Schie­nen­sys­tem ar­bei­te be­reits an sei­ner Be­las­tungs­gren­ze, schil­der­te der Bahn­chef die ak­tu­el­le von zahl­rei­chen Ver­spä­tun­gen ge­präg­te Si­tua­ti­on. Über Jah­re sei die In­fra­struk­tur auf Sub­stanz ge­fah­ren wor­den, so­dass nun schnel­le Ab­hil­fe nicht mög­lich sei. (dpa) er­läu­tert der Bahn­spre­cher. Wei­gern sich Men­schen in ei­nem sol­chen Fall, den Zug zu ver­las­sen, zie­he das Un­ter­neh­men die Bun­des­po­li­zei hin­zu. „Aber das ist die ab­so­lu­te Aus­nah­me“, ver­si­chert der Pres­se­spre­cher.

Stark be­trof­fen sei­en die Ta­ge vor Fe­ri­en­be­ginn oder Fei­er­ta­gen, un­ter an­de­rem Hei­lig­abend. Vor zwei Jah­ren sei es vor Hei­lig­abend zu sol­chen Si­tua­tio­nen ge­kom­men, weil der Tag auf ei­nen Sams­tag fiel und et­li­che Men­schen am Frei­tag­abend noch nach Hau­se fah­ren woll­ten. Heu­er se­he die Si­tua­ti­on ent­spann­ter aus: „Hei­lig­abend fällt auf ei­nen Mon­tag, da bleibt das gan­ze Wo­che­n­en­de zur Heim­rei­se.“

Wer den­noch auf Num­mer si­cher ge­hen möch­te, dem rät der DBPres­se­spre­cher, ei­nen fes­ten Platz zu re­ser­vie­ren – ins­be­son­de­re Grup­pen – oder ei­ne an­de­re Ver­bin­dung zu neh­men.

Ge­schenk­te Fuß­ball­kar­ten: Vor­ab Ver­steue­rung klä­ren

Er­hal­ten Mit­ar­bei­ter Kar­ten für ein Bun­des­li­ga-Spiel als Ge­schenk vom Chef, kann sich dies steu­er­lich für sie aus­wir­ken. Denn nicht nur das Ge­halt zählt zum steu­er­pflich­ti­gen Ar­beits­lohn, son­dern auch Sach­zu­wen­dun­gen – al­so bei­spiels­wei­se Fuß­ball­kar­ten, mit de­nen der Ar­beit­ge­ber sei­nen Mit­ar­bei­tern die Ge­le­gen­heit ver­schafft, das Spiel zu se­hen. Das geht aus ei­nem Ur­teil des Fi­nanz­ge­richts Bre­men her­vor (Az.: 1 K 20/17), über das der Bun­des­ver­band Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ei­ne be­rich­tet. Der Chef kann die Lohn­steu­er selbst tra­gen. Er kann aber auch den geld­wer­ten Vor­teil des Ar­beit­neh­mers be­rech­nen und vom Lohn ab­zie­hen.

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