Na­tur­wald am Pals­ter­kamp nach wie vor ge­sperrt

Nach Or­kan­tief Frie­de­ri­ke blo­ckie­ren um­ge­stürz­te Bäu­me Wan­der­we­ge

Neue Osnabrucker Zeitung - Bad Laer, Bad Rothenfelde, Dissen, G - - SÜDKREIS - Von Andrea Pärsch­ke

BAD RO­THEN­FEL­DE

Das Jahr be­gann stür­misch mit Or­kan­tief Frie­de­ri­ke und setz­te sich ge­nau­so fort: Denn auch die Dür­re­pe­ri­ode im Som­mer und ei­ne be­son­ders star­ke Wind­ho­se vor ei­ni­gen Wo­chen ta­ten ihr Üb­ri­ges im Na­tur­wald Pals­ter­kamp in Bad Ro­then­fel­de. Da­her ist der Rund­weg wäh­rend der Wald­ar­bei­ten wei­ter­hin ge­sperrt. Der BUND. Kreis­grup­pe Os­na­brück, bit­tet Spa­zier­gän­ger, nur an ge­führ­ten Wan­de­run­gen teil­zu­neh­men.

Denn an dem Rund­weg sind noch nicht al­le Auf­räum­ar­bei­ten be­en­det wor­den. Es kommt vor, dass gro­ße Äs­te von den Hy­brid­pap­peln fal­len. „Wir ha­ben bis­her ei­ne gu­te Ver­kehrs­si­che­rung ge­währ­leis­ten kön­nen“, so Mat­thi­as Beck­wer­mert, Ge­schäfts­füh­rer des BUND Os­na­brück, bei ei­nem klei­nen Rund­gang durch den Pals­ter­kamp. Da­mit das so bleibt, mahnt er Spa­zier­gän­ger zur Vor­sicht. Nach wie vor kön­nen gro­ße Äs­te von den Pap­peln fal­len. Be­su­cher des Wald­ge­biets sol­len da­her auch ein Drei­vier­tel­jahr nach dem Sturm nur ge­führ­te Wan­de­run­gen mit­ma­chen, die der Na­tur­schüt­zer an wind­stil­len Ta­gen an­bie­tet.

„Wir möch­ten, dass der Rund­gang schnell pas­sier­bar wird“, ver­spricht der Ge­schäfts­füh­rer des BUND. Denn das „Ju­wel zwi­schen Bad Ro­then­fel­de und Dis­sen“, wie es Beck­wer­mert nennt, be­rührt Men­schen. Zwi­schen Er­len, Ei­chen und Wei­den lässt es sich am En­de ei­nes stres­si­gen Tages ent­span­nen.

Doch der Na­tur­schutz­ver­band ist auf Spen­den und eh­ren­amt­li­che Ar­beit an­ge­wie­sen, so­dass es nicht so schnell geht wie an­dern­orts. Noch er­in­nern ei­ni­ge Stäm­me, die über dem Weg lie­gen, dar­an. Um den Rund­gang pas­sier­bar zu ma­chen, ha­ben die Na­tur­schüt­zer Aus­buch­tun­gen in den Stamm ge­schnit­ten. An­de­re um­ge­stürz­te Bäu­me wur­den be­sei­tigt, Stäm­me ge­kürzt. Hier und da reich­te es, Kro­nen­tei­le aus den Bäu­men zu schnei­den. „Es geht um die Pap­peln am We­ges­rand, die ei­ne Ge­fähr­dung für Fuß­gän­ger dar­stel­len kön­nen“, be­tont Beck­wer­mert, der da­von ab­rät, die We­ge zu ver­las­sen; dort soll sich der Wald un­ge­stört ent­wi­ckeln.

Schaut man vom We­ges­rand in den Wald, ra­gen teils me­ter­ho­he Wur­zel­bal­len um­ge­stürz­ter Pap­peln hoch. Vor al­lem die­se Bäu­me, mit de­nen vor Jahr­zehn­ten das sump­fi­ge Ge­län­de auf­ge­fors­tet wur­de, lit­ten zum Jah­res­be­ginn un­ter dem Sturm. Doch Tie­re und Pflan­zen brau­chen das To­t­holz. Vö­gel, klei­ne Tie­re, Moo­se und Grä­ser pro­fi­tie­ren. „Un­ter vie­len Wur­zel­bal­len bil­den sich klei­ne Tei­che“, be­rich­tet Mat­thi­as Beck­wer­mert von den Ve­rän­de­run­gen, de­nen der BUND hier frei­en Lauf lässt. Al­lei­ne in den letz­ten Mo­na­ten sind bis zu 20 neue Tüm­pel ent­stan­den. Da­zu un­zäh­li­ge klei­ner Bäu­me und Sträu­cher, die in dem Herbst­licht, das stel­len­wei­se bis zum Bo­den vor­dringt, wach­sen. „Der Wald re­agiert auf Viel­falt mit Viel­falt“, sagt Mat­thi­as Beck­wer­mert.

Fo­to: An­dré Ha­ver­go

Der Rund­weg im Na­tur­wald Pals­ter­kamp ist nach dem Sturm und der Dür­re­pe­ri­ode noch im­mer un­pas­sier­bar.

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